Umfragetief für Merz Union und AfD erstmals gleichauf

Die Union erhält aktuell deutlich weniger Zuspruch als noch bei der Wahl vor wenigen Wochen. Freuen kann sich unterdessen die AfD.
Die Union rutscht weiter ab: In einer aktuellen Umfrage landen CDU und CSU gerade noch bei 24 Prozent und damit zwei Prozentpunkte unter dem Wert der Vorwoche. Gleichauf ist nun die AfD, die einen Prozentpunkt hinzugewinnen konnte. Das geht aus dem Sonntagstrend des Umfrageinstituts Insa für "Bild" hervor.
Es ist das erste Mal, dass Union und AfD sich den ersten Platz in einer Umfrage teilen. Seit Anfang März hat die Union somit sechs Prozentpunkte eingebüßt und auch im Vergleich zum Ergebnis der Bundestagswahl, bei der CDU/CSU insgesamt 28,6 Prozent der Stimmen holten, ist das aktuelle Ergebnis ein deutlicher Schlag. Es ist der niedrigste Wert in einer Insa-Umfrage seit 2022.
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Insa-Chef Hermann Binkert sagt der "Bild" dazu: "Die Union legt einen dramatischen Absturz hin. So einen Zustimmungsverlust gab es noch nie in der Zeit zwischen Bundestagswahl und Regierungsbildung."
SPD stabil, Grüne verlieren, Linke wächst
Die AfD hingegen ist so stark wie noch nie. Die andauernden Koalitionsverhandlungen scheinen der Partei Auftrieb zu verleihen. Die SPD verharrt bei 16 Prozent. Die Grünen kommen auf 11 Prozent. Die Linke legt um einen Prozentpunkt zu und kommt auf 11 Prozent. BSW und FDP erhalten jeweils 4 Prozent.
Das heißt auch: Würde jetzt noch einmal gewählt, würden die aktuell über einen Koalitionsvertrag verhandelnden Parteien, Union und SPD, keine Parlamentarische Mehrheit erhalten. Dafür brauchen sie 43 Prozent, in der Umfrage kommen sie nun nur noch auf 40 Prozent. Schwarz-Rot bräuchte dann noch die Grünen oder die Linken. Auch ein Bündnis von Union und AfD wäre rechnerisch denkbar, wurde aber mehrfach von CDU-Chef Friedrich Merz ausgeschlossen.
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