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Zum journalistischen Leitbild von t-online.Zoll-Schock für die Weltwirtschaft "Das wird zur Verarmung des Volkes führen"
Warum will Trump mit wirtschaftlichen Ideen zurück ins 19. Jahrhundert? Der Ökonom Rüdiger Bachmann erklärt, was hinter den schockierenden, neuen US-Zöllen steckt. Sie werden Deutschland, die Welt, aber vor allem Amerika ärmer machen.
Donald Trumps neue Zollpolitik sorgt für globale Verwerfungen. Schon seit seinem Amtsantritt im Januar treibt der 47. Präsident der Vereinigten Staaten seine protektionistische Agenda mit Nachdruck voran. Am Mittwoch hat er nun umfassende Importzölle von mindestens 10 Prozent auf alle Waren aus allen Ländern der Welt verkündet. In wenigen Tagen sollen sie in Kraft treten.
Hinzu kommen exorbitante Sonderzölle auf Produkte aus bestimmten Ländern, insbesondere China, die Europäische Union, aber auch Vietnam und andere Schwellenländer. Donald Trump leitet damit eine neue Ära der amerikanischen Handelspolitik ein – mit weitreichenden Folgen für Deutschland, Europa und die ganze Weltwirtschaft.
Im Gespräch mit t-online spricht der renommierte und in den USA lehrende Wirtschaftsprofessor Rüdiger Bachmann über die Hintergründe und Konsequenzen dieser radikalen wirtschaftspolitischen Wende.
Bastian Brauns berichtet aus Washington
t-online: Herr Bachmann, die Welt hat er geschockt, aber Donald Trump spricht von einem "Befreiungstag" für Amerika. Seine umfassenden, globalen Zölle beschreibt er als nationale Notwendigkeit. Ist das eine wirtschaftlich fundierte Strategie oder nur politisches Kalkül?
Rüdiger Bachmann: Weder noch. Das ist auch keine Verhandlungstaktik mehr, wie man das vielleicht bei Trumps erster Amtszeit denken konnte. Wir müssen uns davon lösen, den Trump von heute als den von damals zu betrachten. Trump ist in seiner zweiten Amtszeit ein völlig anderer Präsident mit einer ganz anderen Agenda.
Was hat ihn so verändert?
Es gibt eine vielleicht noch einigermaßen rationale Erklärung: Trump hat sich überzeugen lassen von Wirtschaftstheorien, die bis ins 16. und 17. Jahrhundert zurückreichen, dem sogenannten Merkantilismus. Dabei wird Freihandel wie ein Nullsummenspiel behandelt. Das heißt, es geht nur darum, Reichtum zwischen Ländern zu verteilen, aber nicht darum, den Kuchen für alle größer zu machen. Das widerspricht allem, was seit 200 Jahren ökonomischer Grundkonsens ist und durch Theorie und Empirie hundertfach bestätigt wurde.
Warum erscheint das ausgerechnet Trump so attraktiv?
Zum einen passt es in seine reaktionäre Agenda, die er auch gesellschaftspolitisch verfolgt. Trump ist ein großer Fan des Amerika des 19. Jahrhunderts, in dem diese noch älteren Wirtschaftstheorien fortwirkten. Zum anderen passt es zu seinem kleptokratischen Impuls. Mit solchen Zöllen kann er schön flexibel Klientel- und Günstlingswirtschaft betreiben.
Wie macht er das?
Es erinnert an die englischen Könige. Die liebten Zölle, weil sie damit am Parlament vorbei Staatseinnahmen generieren konnten. Was wir bei Trump sehen, ist eine Rückabwicklung des Gründungsmanifestos der USA – "No Taxation Without Representation" (Keine Besteuerung, ohne Vertretung). Trump schafft Staatseinnahmen am Parlament vorbei, die ihm eine gewisse Hofhaltung ermöglichen, während er gleichzeitig die Einkommensteuer senken kann. Er kann dann nach Gutdünken Ausnahmen für jene Länder, Produkte oder Unternehmen verteilen, die nach seiner Pfeife tanzen.
Trump begründet die Zölle mit einer nationalen Notlage. Auf diese Weise kann er den Kongress umgehen. Kann er das wirklich einfach so machen?
Er kann das so machen. In Amerika hat man manche Gesetze nie modernisiert, weil man immer dachte, niemand würde je so verrückt sein, die bestehenden Möglichkeiten wirklich auszunutzen. Aber auch wenn der Kongress etwas dagegen unternehmen könnte – die Republikaner sind aktuell so willfährig, dass nicht zu erwarten ist, dass sie einschreiten werden. Da müssen wir auf die Zwischenwahlen im Herbst 2026 warten.
Trump argumentiert, dass Handelsdefizite die USA ausbluten lassen und andere Länder Amerika "vergewaltigt" hätten. Mit den Zöllen will er nun die heimische Industrie wiederbeleben. Ist das ökonomisch haltbar?
Das passt ins 19. Jahrhundert und in seine reaktionäre Wirtschaftspolitik. Die Diagnose des "nationalen Notstands" ist ja völliger Blödsinn. Ein Handelsbilanzdefizit kann zwar ein Anzeichen für Probleme sein, aber gerade für Amerika ist es genau das Gegenteil. Das Defizit bedeutet zunächst, dass der Rest der Welt Amerika Güter überlässt im Gegenzug für Schuldverschreibungen.
Können Sie das einmal genauer erklären?
Es gibt einen Kapitalimport in die USA, der dann wiederum Güterimporte finanziert, mit denen Amerika über seine eigenen Produktionsmöglichkeiten hinaus konsumieren kann. Das Handelsbilanzdefizit ist im Grunde das Spiegelbild der großen Attraktivität des amerikanischen Kapitalmarkts. Die USA sind der einzige Kapitalmarkt der Welt, der in großem Stil für den Sparhunger der Welt sichere und liquide Anlagen anbieten kann.
Sie meinen, die USA profitieren in Wirklichkeit vom Handelsbilanzdefizit?
Absolut. Ökonomen sprechen vom "Exorbitant Privilege", das die USA als einziges Land der Welt haben – und das gerade gefährdet wird. Es bedeutet, sie können sich ständig verschulden, ohne dass diese Schulden in toto zurückgezahlt werden müssen. Eine permanent negative Handelsbilanz, wie die USA sie haben, bedeutet nämlich, dass diese Schulden nie zurückgezahlt werden. Die Amerikaner bekommen praktisch Güter vom Rest der Welt geschenkt, weil der Rest der Welt die Dienstleistung des amerikanischen Kapitalmarktes in Anspruch nehmen will.
Zur Person
Rüdiger Bachmann, Jahrgang 1974, ist ein international anerkannter Wirtschaftswissenschaftler und Experte für Makroökonomie. Er lehrt als Professor für Volkswirtschaftslehre an der amerikanischen University of Notre Dame im Bundesstaat Indiana. Er ist außerdem Research Affiliate beim Centre for Economic Policy Research (CEPR), forscht für das ifo Institut in München und ist Mitglied der Atlantikbrücke. Bachmann hat zu Themen wie wirtschaftlicher Unsicherheit, Inflation und internationalen Handelsbeziehungen geforscht und ist regelmäßig als Berater für Zentralbanken und internationale Wirtschaftsorganisationen tätig. Seine Analysen zu globalen Wirtschaftspolitiken werden in führenden Fachzeitschriften und Medien veröffentlicht.
Umso gewaltiger erscheint das, was Trump nun vorhat – ein über viele Jahrzehnte geschaffenes System will er offenbar auf den Kopf stellen. Kann man die Konsequenzen für die ganze Welt überhaupt abschätzen, wenn Trump das wirklich durchzieht?
Natürlich sind die Konsequenzen enorm, insbesondere für Amerika selbst. Seine Autarkie-Bestrebungen schaden zwar allen – aber eben auch Amerika. Die Menschen hier werden dadurch ärmer werden, nicht reicher. Die Einzigen, die profitieren könnten, sind Trumps Günstlinge, die Ausnahmen als Gegenleistung für ihre Loyalität bekommen.
Aber der US-Präsident verspricht, dass die Zölle viele Unternehmen anlocken werden, in den USA zu produzieren.
Trumps Idee, dass Unternehmen hinter die Zollmauer kommen werden, um den amerikanischen Markt zu bedienen, ist eine Milchmädchenrechnung. Unternehmen treffen ihre Standortentscheidungen nicht nur nach Zöllen und Steuern, sondern fragen auch: Bekomme ich dort qualifizierte Arbeitskräfte? Kann ich das Management aus meinem Heimatland hinschicken?
Ist das ein Problem?
Die werden nicht mehr kommen, wenn sie befürchten müssen, beim kleinsten Visa-Problem in Abschiebehaft zu landen, womöglich in einem Gefängnis mit Verhältnissen wie in El Salvador. Die Innovationskraft der amerikanischen Wirtschaft wird durch Trumps Angriffe auf Universitäten und Wissenschaft massiv leiden. Die hoch qualifizierten Ingenieure, die häufig nicht aus Amerika stammen, werden fehlen. Man darf die Zölle nicht nur für sich betrachten. Das Klima in den USA wirkt zunehmend investitionsfeindlich, auch wegen der massiven Politikunsicherheit, die Trump und sein fahriges Regieren mit sich bringt.
Was für kurzfristige Effekte erwarten Sie für die USA, wenn jetzt auf jedes importierte Produkt mindestens 10 Prozent Zölle aufgeschlagen werden müssen?
Wir werden zumindest ein verlangsamtes Wirtschaftswachstum sehen, möglicherweise auch eine Rezession. Schon jetzt sehen wir Einbrüche beim Konsumentenvertrauen und an den Aktienmärkten. Wir können zumindest kurzfristig auch eine höhere Inflation erwarten, weil eben alles teurer und schwieriger zu produzieren sein wird. Selbst wenn es gelingt, die Industrie teilweise in die USA umzulenken, wird es trotzdem teurer. Denn es gab ja einen Grund, warum man in anderen Ländern produziert hat – dort war es effizienter und billiger.
Trump setzt aktuell auf die langfristige Wirkung seiner Politik und spricht von notwendigen Härten.
Langfristig könnte die Verarmung Amerikas so stark sein, dass es auch einen Nachfrageabbau gibt, weil die Amerikaner sich einfach nicht mehr so viele Güter leisten können. Das würde die Rezession verstärken. Das wiederum könnte wegen einer dann einsetzenden sinkenden Nachfrage sogar die Inflation wieder senken. Aber die Amerikaner werden sich insgesamt trotzdem weniger leisten können. Die Menschen hier sind mit ihren Pensionskassen außerdem sehr abhängig von den Aktienmärkten. All das wird zu einer Verarmung des amerikanischen Volkes führen – relativ zu dem, was möglich wäre.
Aber wie kann Trump denn glauben, dass er mit einer Politik, die seine Wähler verarmen wird, politisch erfolgreich sein könnte?
Der Präsident hat sich mit Ja-Sagern umgeben, die ihm genau das rationalisieren, was er hören will. Trump ist niemand, der neutrale wissenschaftliche Beratung sucht. Die vernünftigen Ökonomen in seiner Administration würden ihm genau das sagen, was ich Ihnen jetzt sage – aber sie werden es nicht tun, weil sie sich nicht trauen.
Aber die Republikaner müssen sich schon jetzt die Klagen ihrer Wähler in ihren Heimatbundesstaaten anhören.
Mein Eindruck ist: Die republikanischen Abgeordneten erzählen sich derzeit noch die Geschichte, dass diese Zölle zwar schmerzhaft sein werden, aber durch große Steuersenkungen dann ein Gegeneffekt ausgelöst wird. Wenn das nicht eintritt und wir 2026 noch einigermaßen offene und faire Zwischenwahlen haben, dann wird es eine blaue Welle geben. Spätestens dann könnte auch die Partei von Trump abfallen, denke ich. Aber wir haben schon oft gedacht, es käme zu Absetzbewegungen. Und dann kamen sie nicht.
Es bleibt für Außenstehende wohl unverständlich.
Man muss bei Trump wohl auch die Psychopathologie bemühen. Es geht um einen gewissen Sadismus bei ihm und einen Sadomasochismus bei der MAGA-Bewegung. Die haben sich irgendwie eingeredet, dass Leiden und Bestrafung notwendig sind.
Kann man Trumps Anti-Globalisierungs-Idee, diesem Selbstversorger-Gedanken, gar nichts Positives abgewinnen? In Deutschland werden regionale Produkte beworben, um den Planeten zu schützen und die lokale Wirtschaft zu stärken.
Das mag bei landwirtschaftlichen Produkten charmant sein, aber bei hochkomplexen Industrieprodukten hat die internationale Arbeitsteilung einen Grund. Gerade die Deutschen haben massive Spezialisierungsvorteile erschlossen, weil bestimmte Länder bestimmte Dinge eben besonders gut können. Diese zurückzufahren ist nicht nur ineffizient, sondern bedeutet eine Verarmung von aufstrebenden Volkswirtschaften. Trump hat jetzt etwa exorbitante Zölle gegen Vietnam verhängt. Das wird dieses Land, das sich zuletzt immer stärker in die globale Arbeitsteilung integriert hat, zurückwerfen.
Und in die Arme Chinas treiben?
Die Europäer müssten jetzt sofort aktiv werden und mit Vietnam ein Abkommen abschließen, damit genau das nicht passiert. Die Vietnamesen sind eigentlich China-kritisch und würden gerne unabhängiger von China sein. Am Ende werden sie aber lieber zu den Chinesen gehen, als mit einem Zoll-verliebten Trump zusammenzuarbeiten. Das wäre eine kluge Politik für Europa, aber ich befürchte, es wird nicht so kommen.
Trump könnte immer noch sagen, dass ihm das egal ist, solange er es seinen Wählern als "goldenes Zeitalter" Amerikas verkaufen kann.
Diese Handelspolitik nimmt vielen aufsteigenden Ländern die Chance auf Entwicklung, die sie durch die Globalisierung hatten. Das ist eine vollkommen unethische Politik. Und am Ende wird der Industriearbeiter in Ohio so viel mehr für alle möglichen Dinge bezahlen müssen, dass es sich auch für den nicht lohnen wird.
Lassen Sie uns über Europa und Deutschland sprechen. Deutschland ist eine Exportnation und das Geschäftsmodell gerät ohnehin unter Druck – durch den russischen Ukraine-Krieg, China und jetzt auch die USA. Wie gefährlich ist Trumps Handelspolitik für uns?
Es ist definitiv gefährlich für Deutschland, das sich besonders stark auf diese internationalen Spezialisierungsgewinne eingelassen hat und jahrzehntelang davon profitiert hat. Die Deutschen sind schon durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine ärmer geworden. Durch die Trump-Zölle wird Deutschland noch ärmer – verglichen mit dem, was möglich gewesen wäre, wenn all diese Ereignisse nicht eingetreten wären.
Was bedeutet dieses "Ärmerwerden" konkret?
Deutschland muss sein Geschäftsmodell zum Teil revidieren. Es hat nicht mehr die billige Energie aus Russland, nicht mehr die großen Exportmärkte – China macht ebenfalls zu. Das war die Quelle unseres Wohlstands und die versiegt jetzt. Das schlägt sich in weniger Konsumzuwachs nieder, weniger Bruttoinlandsprodukt. Im schlimmsten Fall auch in Arbeitsplatzverlusten, aber da wir gleichzeitig ein demografisches Problem haben, werden es vermutlich eher andere Jobs sein – mehr im Dienstleistungsbereich, mehr Pfleger, mehr Lehrer, mehr im Gesundheitsbereich statt in der exportstarken Industrie.
Was kann Deutschland dagegen tun?
Deutschland, gemeinsam mit Europa, muss jetzt offensiv werden und mit anderen Ländern, die an Freihandel interessiert sind, verhandeln. Vietnam habe ich schon genannt, aber das gilt auch für den Rest Südostasiens, Japan, Korea, Lateinamerika, Kanada, Australien, Neuseeland und perspektivisch auch Afrika, das durch seine Rohstoffe, seltenen Erden und sein großes Humankapital wirtschaftlich immer bedeutender wird.
Wie könnte das aussehen?
Der afrikanische Kontinent ist jung, die Menschen dort sind hoffnungsvoll und bildungshungrig. Da hat Europa so viele Möglichkeiten der Zusammenarbeit auf Augenhöhe – wenn es den kolonialen Habitus ablegen kann. Sonst gehen die Afrikaner zu den Chinesen. Darauf müsste sich europäische Politik jetzt konzentrieren, um andere Märkte zu erschließen und die Exportorientierung zu retten.
Davon ist noch wenig zu sehen. Die EU will Trump gerne entgegenkommen und womöglich die Zölle auf importierte amerikanische Autos auf null senken.
Mit Trump hätte man in seiner ersten Amtszeit solche Deals vielleicht noch machen können. Jetzt bin ich mir nicht mehr sicher. Wir haben es mit einer politischen Restauration zu tun, kombiniert mit der Etablierung eines oligarchisch-kleptokratischen Regimes. In diese Art von Regime passen Zölle, wie gesagt, hervorragend. Ich bin mir nicht sicher, dass man Trump überhaupt besänftigen kann. Man sollte es versuchen, wobei man aber auch da keinerlei Schwäche zeigen darf. Aber man muss damit rechnen, dass es nicht funktionieren wird. Dann benötigt man einen Plan B.
Gerade Trumps Handelsminister Howard Lutnick scheint Trumps Traum zu teilen. Auch er will die Uhr zurückdrehen auf das Jahr 1900, wo man angeblich autark war, keine Einkommensteuer hatte und alles durch Zölle finanzierte. Das scheint ein regelrechter Mythos zu sein.
Ja, ein Mythos, der gegen alle Wirtschaftsgeschichte, alle ökonomische Theorie und alle ökonomische Empirie gerichtet ist. Es ist reine Ideologie. Aber man sieht an Putin in Russland, wie weit Ideologie – in dem Fall die Ideologie eines Eurasiens unter russischer Führung – ein Volk leidensfähig machen kann. Ähnliches wird man wohl für die USA konstatieren müssen. Die Einkommensteuer konnte man in den USA übrigens erst im 20. Jahrhundert praktisch einführen, weil man dafür eine gute Verwaltung braucht.
Also ist auch diese Trump-Idee Quatsch, die Einkommenssteuer quasi abzuschaffen, und den Staat mit Zöllen aus dem Ausland zu finanzieren.
Entwicklungsländer in Afrika haben heute ähnliche Probleme wie einst die westlichen Länder – sie müssen oft Zölle nutzen, weil der Schwarzmarkt noch zu groß und die effiziente Verwaltung noch zu klein ist. Aber natürlich ist die Einkommensteuer ökonomisch eine viel bessere Staatseinnahmequelle. Eigentlich ist die Mehrwertsteuer die effizienteste Möglichkeit, gefolgt von der Einkommensteuer. Es hat Gründe, warum moderne Staaten überwiegend über eine Kombination von Einkommen- und Konsumsteuern finanziert werden. Es macht einfach keinen Sinn, Staatseinnahmen über Zölle generieren zu wollen. Das ist reine Ideologie, reiner Sadomasochismus.
- Telefon-Interview mit Rüdiger Bachmann