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Val Kilmer litt an Kehlkopfkrebs: Daran erkennt man die Erkrankung


Val Kilmer überstand Krebserkrankung
Wie sich Kehlkopfkrebs bemerkbar macht

Von t-online, lz

02.04.2025 - 14:10 UhrLesedauer: 3 Min.
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In Kilmers letzten Video ist der Unterschied in der Stimme deutlich zu hören. (Quelle: t-online)
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Val Kilmer ist an den Folgen einer Lungenentzündung gestorben. Zuvor kämpfte er mit den Folgen seiner Krebserkrankung. Wovon die Überlebenschancen abhängen.

Der amerikanische Schauspieler Val Kilmer ist tot. Laut seiner Tochter Mercedes erlag er einer Lungenentzündung (mehr dazu lesen Sie hier). Doch auch zuvor hatte der "Top Gun"-Star gesundheitliche Probleme. 2014 wurde bei ihm Kehlkopfkrebs diagnostiziert. Ab 2017 galt der Schauspieler als krebsfrei, litt aber weiter unter den Folgen der Krankheit. Erfahren Sie hier, wie sich Kehlkopfkrebs ankündigt und welche Heilungschancen Betroffene haben.

Gut zu wissen

In Deutschland erkranken jedes Jahr 1 von 100.000 Frauen und rund 4 von 100.000 Männern an Kehlkopfkrebs. Das durchschnittliche Erkrankungsalter liegt bei etwa 67 Jahren.

Was ist Kehlkopfkrebs – und wo entsteht er?

Kehlkopfkrebs ist eine bösartige Tumorerkrankung im Bereich des Kehlkopfes, eines Organs oberhalb der Luftröhre. Der Kehlkopf ist nicht nur für das Sprechen verantwortlich, sondern auch wichtig beim Atmen und Schlucken. Entsprechend unterschiedlich können die Beschwerden ausfallen, je nachdem, wo der Tumor sitzt.

Fachleute unterscheiden zwischen drei Hauptformen:

  • Glottisches Karzinom (etwa 75 Prozent der Fälle): Der Tumor liegt im Bereich der Stimmlippen – hier sind Heiserkeit und Stimmveränderungen die häufigsten Anzeichen.
  • Supraglottisches Karzinom (etwa 20 Prozent der Fälle): Der Tumor befindet sich oberhalb der Stimmlippen – hier treten oft Schluckbeschwerden, Schmerzen oder ein Kloßgefühl im Hals auf.
  • Subglottisches Karzinom (etwa fünf Prozent der Fälle): Der Tumor liegt unterhalb der Stimmlippen – diese Form bleibt lange unbemerkt und wird häufig erst in fortgeschrittenem Stadium entdeckt.

Welche Symptome können auf Kehlkopfkrebs hinweisen?

Die ersten Anzeichen von Kehlkopfkrebs sind oft unspezifisch und werden nicht sofort mit Krebs in Verbindung gebracht. Zu den Symptomen gehören etwa:

  • anhaltende Heiserkeit (länger als drei bis vier Wochen)
  • Kloß- oder Fremdkörpergefühl im Hals
  • Schmerzen beim Schlucken, manchmal mit Ausstrahlung ins Ohr
  • chronischer Husten oder Husten von Blut
  • Atemprobleme oder pfeifende Atemgeräusche
  • geschwollene Lymphknoten im Halsbereich

Je früher der Tumor erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Vor allem Tumoren im Bereich der Stimmbänder werden oft früh entdeckt, da sie schnell zu Stimmveränderungen führen. Mehr zu den Anzeichen von Kehlkopfkrebs erfahren Sie in diesem Artikel.

Wie verläuft die Behandlung?

In frühen Stadien wird der Kehlkopfkrebs meist durch die Mundhöhle operiert oder bestrahlt. Ist die Erkrankung weiter fortgeschritten, können Kombinationen aus Operation, Bestrahlung und Chemotherapie zum Einsatz kommen.

Laut Medienberichten unterzog sich auch Val Kilmer einer Kombinationstherapie aus Chemotherapie, Bestrahlung und einem operativen Eingriff an der Luftröhre (Tracheotomie). Nach einer Tracheotomie wird ein künstlicher Zugang zur Luftröhre geschaffen, durch den die Patienten atmen. Das hat Auswirkungen auf Stimme, Sprache und Lebensqualität. Für viele bedeutet das, Sprechen neu zu lernen – oder auf technische Hilfen zurückzugreifen.

Auch für Val Kilmer stellte die Zeit nach der Therapie einer Herausforderung dar. In einem Interview mit Onlinemedium "Extra" erklärte seine Tochter Mercedes zu der Zeit: "Der Genesungsprozess ist genauso zermürbend wie die eigentliche Krankheit." 2021 erklärte Klimer selbst in einem Trailer zu der Amazon-Doku "Val", dass er sich immer noch von der Krankheit erhole und es schwierig sei, zu sprechen und verstanden zu werden. Mehr dazu lesen Sie hier.

Heilungschancen bei Kehlkopfkrebs

Wie hoch die Überlebenschance einer bestimmten Person mit Kehlkopfkrebs tatsächlich ist, lässt sich nicht zu 100 Prozent vorhersagen. Die Prognose hängt von mehreren Faktoren ab – insbesondere davon,

  • wo genau sich der Tumor befindet,
  • wie groß der Tumor ist und wie sehr sich der Krebs im Körper ausgebreitet hat und
  • ob noch Krebsgewebe nach einer OP im Körper zu finden ist.

Statistisch gesehen überleben fünf Jahre nach der Diagnose noch etwa 64 von 100 Männern mit Kehlkopfkrebs. Besonders günstig ist die Prognose bei kleinen Tumoren im Bereich der Stimmlippen, die früh erkannt und vollständig entfernt werden können. Nicht zuletzt ist wichtig, wie gut die jeweilige Behandlung anschlägt, und wie alt und in welcher körperlichen Verfassung die Person ist.

Verwendete Quellen
Transparenzhinweis
  • Die Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung und dürfen daher nicht zur Selbsttherapie verwendet werden.

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