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500-Euro-Schein: So lange können Sie damit noch zahlen


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Wie lange kann ich noch mit dem 500-Euro-Schein bezahlen?


Aktualisiert am 03.04.2025Lesedauer: 2 Min.
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500-Euro: Die lilafarbenen Scheine werden seit 2019 nicht mehr ausgegeben. (Quelle: imago stock&people)
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Jeden Tag beantwortet ein Experte aus der t-online-Ratgeberredaktion eine Leserfrage rund ums Geld. Heute: Wie lange sind 500-Euro-Scheine noch gültig?

Vielleicht haben Sie ihn geschenkt bekommen oder für wichtige Ausgaben beiseitegelegt: Viele Menschen haben noch einen 500-Euro-Schein zu Hause. Doch bereits 2016 hat der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) entschieden, dass der 500-Euro-Schein eingestellt werden soll – die letzten solchen Banknoten wurden in Deutschland 2019 ausgegeben. Wie lange aber kann man nach diesem Produktionsende noch mit den Scheinen bezahlen? Diese Frage stellte ein Leser t-online.

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Scheine behalten ihre Gültigkeit

Obwohl keine neuen Scheine mehr gedruckt werden, bleibt der 500-Euro-Schein laut Bundesbank unbegrenzt gültig. Das heißt: Sie können mit den lilafarbenen Scheinen weiterhin im ganzen Euro-Raum zahlen, sofern Geschäfte die Banknote annehmen. Wenn die Läden das Bargeld auf das Geschäftskonto einzahlen, behält die Bank die Scheine dann ein.

Haben Sie noch 500-Euro-Scheine zu Hause und möchten ihn direkt in kleinere Stückelungen umtauschen, können Sie das bei allen nationalen Zentralbanken im Euroraum machen. In Deutschland können Sie Ihre Scheine jederzeit bei den deutschlandweit 31 Filialen der Bundesbank einzahlen. Hier finden Sie die Filiale in Ihrer Nähe. Sie erhalten dann den Geldwert in fünf- bis 200-Euro-Scheinen zurück.

Warum wurde der 500-Euro-Schein abgeschafft?

Die Europäische Zentralbank (EZB) nannte Kriminalitätsbekämpfung als Hauptgrund dafür, den großen Schein abzuschaffen. In kriminellen Milieus wird gerne Bargeld genutzt, da es anonym ist und sich die Art und Weise, wie es verdient wurde, nicht ohne Weiteres nachvollziehen lässt. Doch der Nachteil ist das Gewicht der Scheine.

Wie der "Spiegel" ausrechnete, braucht es für die Übergabe von zehn Millionen Euro 200.000 50-Euro-Scheine. Diese wiegen zusammen 184 Kilogramm. In 500-Euro-Scheinen dagegen braucht es lediglich 20.000 Scheine, die etwa 22 Kilogramm wiegen – das ist weniger als ein Achtel. In großen Scheinen lässt sich Geld also leichter transportieren; auch deshalb waren 500-Euro-Scheine im Drogenhandel und für Geldwäsche-Transaktionen beliebt. Der frühere EZB-Präsident Mario Draghi nannte den 500-Euro-Schein "ein Instrument für illegale Aktivitäten".

Es bestehen jedoch Zweifel, ob die Abschaffung wirklich einen Rückgang der kriminellen Aktivitäten bewirkt. Bislang gibt es keine Untersuchungen, die das belegen können. Aktuell sind laut einer Statista-Auswertung noch 238 Millionen 500-Euro-Scheine im Umlauf. Zum Vergleich: Der 50-Euro-Schein wird am häufigsten gedruckt. Von ihm gibt es momentan etwa 15 Milliarden Banknoten.

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