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Insolvenz: Matratzenhändler MFO ist insolvent


120 Filialen in Deutschland
Matratzenhändler MFO meldet Insolvenz an

Von t-online, wan

Aktualisiert am 04.04.2025 - 11:03 UhrLesedauer: 2 Min.
Eine MFO-Filiale in Köln: Der Matratzenhändler hat ein Insolvenzverfahren beantragt.Vergrößern des Bildes
Eine MFO-Filiale in Köln: Der Matratzenhändler hat ein Insolvenzverfahren beantragt. (Quelle: Matratzen Direct GmbH)
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Filialen der Marke MFO Matratzen stehen vor einer Schließung. Die Matratzen Direct AG ist in finanzielle Schwierigkeiten geraten.

Ein großer Matratzenhändler aus Köln ist in Schieflage geraten. Die Matratzen Direct AG hat beim Amtsgericht Köln die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung beantragt. Ein Rechtsanwalt wurde als vorläufiger Insolvenzsachwalter vom Gericht eingesetzt.

Nach Informationen der "Wirtschaftswoche" soll das Verfahren ermöglichen, dass sich der Matratzenhändler mit 120 Filialen in Deutschland neu aufstellen kann. Die Filialen werden unter dem Namen MFO betrieben, außerdem gibt es einen Onlineshop. Im Angebot sind neben Matratzen auch Lattenroste und Bettwaren.

Video | Insolvenz: Wann es passiert und was das bedeutet
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Quelle: t-online

Geschäftsführung kann nach Investoren suchen

Durch das Verfahren in Eigenregie kann die Geschäftsführung zunächst im Amt bleiben und nach einer Lösung suchen. Der vom Gericht eingesetzte Rechtsanwalt beaufsichtigt das Verfahren und soll helfen, die Interessen der Gläubiger zu wahren.

Laut "Wirtschaftswoche" hatte die Matratzen Direct schon 2017 ein Schutzschirm-Insolvenzverfahren beantragt. Damals mussten zahlreiche Filialen schließen, das Unternehmen blieb aber bestehen. Doch die Probleme waren damit nicht ausgestanden. Das Wirtschaftsmagazin zitiert aus dem Geschäftsbericht 2023: "Ab dem zweiten Quartal war der Umsatz durch eine signifikante Kaufzurückhaltung aufgrund der Inflation und der Verunsicherung der Bevölkerung im Rahmen des Heizungsgesetzes beeinträchtigt." In dem Jahr sei ein Verlust von 1,2 Millionen Euro verbucht worden, obwohl man mehr als 34 Millionen Euro Umsatz gemacht habe. Ende 2023 sei das Unternehmen aber mit 29 Millionen Euro überschuldet gewesen.

Die etwa 300 Mitarbeiter werden bei Matratzen Direct zunächst über das Insolvenzgeld der Agentur für Arbeit bezahlt, für drei Monate. Geschäftsführung und Berater haben jetzt Zeit, einen Plan zu erarbeiten, um die Kosten zu senken und nach möglichen Investoren zu suchen. Laut "Wirtschaftswoche" kämen dafür vorrangig Matratzenhersteller infrage, die sich das Unternehmen als Absatzkanal sichern wollen.

Verwendete Quellen
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