Gute Nachricht für Sparer Erste Bank zahlt wieder drei Prozent Zinsen

Das Buhlen um Sparer geht weiter: Nun bietet ein Geldhaus erstmals wieder 3 Prozent Zinsen auf Tagesgeld. Doch was taugt das Angebot wirklich?
Eine Drei vor dem Komma – das gab es beim Tagesgeld schon lange nicht mehr. Mit der spanischen Suresse Direktbank hat jetzt das erste Geldinstitut diese Marke aufgerufen, wie das Verbraucherportal "biallo.de" berichtet. Allerdings gilt das Angebot nur für Neukunden und ist auf vier Monate begrenzt. Danach fallen Sparer auf einen Zinssatz von 1,75 Prozent.
Dass die Onlinebank in Spanien sitzt, ist ein weiterer Wermutstropfen. Zwar greift die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro für alle Banken im Euroraum, doch dieser Schutz ist immer nur so sicher wie der Staat, der notfalls einspringen müsste. Spanien stufen die Ratingagenturen als deutlich weniger zahlungsfähig ein als beispielsweise Deutschland, das durchweg mit Bestnoten glänzt.
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Bis zu 2,5 Prozent Zinsen in Deutschland
Wer sein Geld lieber hierzulande anlegen möchte, erhält derzeit maximal 2,5 Prozent Zinsen aufs Tagesgeld. Dafür muss er Kunde der deutschen Niederlassung der Bank of Scotland sein. Allerdings gilt das nur unter einer Bedingung: Kunden müssen bis zum 28. April 2023 mindestens 1.000 Euro einzahlen. Und auch hier ist der Zinssatz nicht von Dauer. Nach zwei Monaten rutscht er auf 1,5 Prozent.
Im Durchschnitt bekommen Tagesgeldsparer aktuell rund 1,34 Prozent Zinsen im Jahr. Allerdings gibt es erhebliche Unterschiede zwischen bundesweit verfügbaren und regionalen Angeboten. Vor allem Sparkassen und Volksbanken knausern bei den Zinsen, viele bieten trotz mehrfacher Leitzinserhöhungen immer noch Nullzinsen. Für welche Banken das genau gilt, lesen Sie hier.
Tagesgeld ist grundsätzlich zu empfehlen, wenn Sie Geld zur Seite legen möchten, das Sie womöglich kurzfristig benötigen. Im Gegenzug sichert Ihnen die Bank niedrigere Zinsen zu als etwa beim Festgeld.
- biallo.de: "Es gibt wieder 3,00 Prozent aufs Tagesgeld"