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Klage gegen DFB: Manuel Gräfe signalisiert Gesprächsbereitschaft


Ex-Schiri fordert 830.000 Euro
Gesprächsbereit? "Der Ball liegt jetzt beim DFB"

Von sid, t-online
27.03.2025Lesedauer: 2 Min.
urn:newsml:dpa.com:20090101:250327-935-510971Vergrößern des Bildes
Manuel Gräfe: Der 51-Jährige gehörte im vergangenen Jahrzehnt zu den bekanntesten Schiedsrichtern Deutschlands. (Quelle: Arne Dedert)
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Gräfe war jahrelang einer der bekanntesten Schiedsrichter Deutschlands. Nachdem er wegen einer DFB-Regel aufhören musste, verklagt er den Verband. Doch eine andere Einigung scheint möglich.

Das Oberlandesgericht Frankfurt verhandelt derzeit über die Berufung im Rechtsstreit zwischen Ex-Schiedsrichter Manuel Gräfe und dem Deutschen Fußball-Bund (DFB). Im Raum steht eine Schadensersatzforderung in Höhe von 830.000 Euro – ein Urteil soll am 5. Juni fallen. Doch auch eine Einigung außerhalb des Gerichtssaals scheint möglich.

Nach der mündlichen Verhandlung am Donnerstag erklärte der Vorsitzende Richter Richard Kästner, dass beide Seiten die Möglichkeit einer außergerichtlichen Lösung ausloten könnten. Gräfe selbst betonte seine Gesprächsbereitschaft. "Der Ball liegt jetzt beim DFB", sagte er, nachdem er sich über drei Jahre fit gehalten und seine Hand ausgestreckt habe. Sein Anwalt Olaf Methner erklärte, dass bei möglichen Gesprächen nicht nur finanzielle Aspekte eine Rolle spielten, sondern auch eine Rehabilitierung seines Mandanten.

Gräfe möchte zurück auf den Platz

Richter Kästner deutete an, dass eine außergerichtliche Verständigung auch neue Perspektiven eröffnen könnte: So sei neben einer finanziellen Regelung auch ein persönliches Entgegenkommen denkbar – etwa im Hinblick auf eine Rückkehr Gräfes in eine aktive Rolle im Schiedsrichterwesen.

Der heute 51-Jährige hatte 2021 nach 289 Einsätzen in der Bundesliga seine Laufbahn beenden müssen, weil er das damalige Alterslimit von 47 Jahren beim DFB überschritten hatte. Die geforderte Summe ergibt sich aus möglichen Einnahmen, die Gräfe in den drei darauffolgenden Saisons entgangen sein sollen. Nach Gräfes Ansicht hätte er ohne die Altersgrenze weiter als Unparteiischer arbeiten können.

Gräfe: "Immer bereit zurückzukommen"

"Ich war immer bereit, zurückzukommen. Man hätte nur auf mich zukommen müssen", sagte Gräfe im Gerichtssaal und erklärte im Anschluss, er freue sich auf Gespräche, falls der DFB diese aufnehme.

Im Januar 2023 hatte das Landgericht Frankfurt Gräfe bereits eine Entschädigung in Höhe von 48.500 Euro zugesprochen. Das Gericht sah eine Altersdiskriminierung als erwiesen an, lehnte aber eine zusätzliche Forderung in Höhe von 190.000 Euro für die Saison 2021/22 ab. Gräfe legte daraufhin Berufung ein – inzwischen fordert er mehr als das Dreifache.

Verwendete Quellen
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
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