Handelsstreit Trump verhängt 20 Prozent Zölle auf Einfuhren aus EU
US-Präsident Donald Trump hat auf Einfuhren aus der EU Zölle in Höhe von 20 Prozent angekündigt. Sie sollen ab dem 9. April in Kraft treten.
Nach Angaben von US-Präsident Donald Trump werden auf Einfuhren aus der EU neue Zölle in Höhe von 20 Prozent erhoben. "Sie zocken uns ab. Es ist so traurig, das zu sehen. Es ist so erbärmlich", sagte der Republikaner im Rosengarten des Weißen Hauses mit Blick auf die Europäer. Zölle in Höhe von zehn Prozent sollen universell auf Importe aus allen Ländern in die Vereinigten Staaten gelten. Trump begründete die Maßnahmen gegen die EU unter anderem damit, dass die USA mit Zöllen in Höhe von 39 Prozent belegt würden.
Trump hatte bei einer Pressekonferenz im Rosengarten des Weißen Hauses die neuen Handelsmaßnahmen vorgestellt. Anschließend unterzeichnete er die ersten Dekrete. Die Basiszölle in Höhe von 10 Prozent sollen zuerst eingeführt werden, andere dann am 9. April. Ein Handelskrieg mit der EU scheint nun unausweichlich. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen kündigte an, am Donnerstag Stellung nehmen zu wollen.
EU-Politiker erwartet schwerwiegende Konsequenzen
Der Vorsitzende des Handelsausschusses im Europäischen Parlament erwartet schwerwiegende negative Konsequenzen der neuen Zollentscheidungen von US-Präsident Donald Trump. "Diese ungerechtfertigten, illegalen und unverhältnismäßigen Maßnahmen können nur zu einer weiteren Eskalation und einer wirtschaftlichen Abwärtsspirale für die USA und die Welt insgesamt führen", sagte der deutsche SPD-Politiker Bernd Lange. Trump möge von einem Tag "Tag der Befreiung" sprechen, aus der Sicht des Normalbürgers sei es allerdings eher ein "Tag der Inflation". Die schwerste Last in einem Handelskrieg komme dabei auf die Verbraucherinnen und Verbraucher in den USA zu.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat die von US-Präsident Donald Trump angekündigten Zölle scharf kritisiert und entsprechende Reaktionen angekündigt. Die neuen Zölle seien ein "schwerer Schlag für die Weltwirtschaft", sagte von der Leyen am Donnerstag bei einem Besuch in der usbekischen Stadt Samarkand. Sie bedauerte die Entscheidung "zutiefst" und fügte hinzu, es sei "noch nicht zu spät" für Verhandlungen. Die Europäer seien aber "bereit zu reagieren".
- Nachrichtenagentur dpa