Kreml im Verdacht Ukrainischer Lokalpolitiker mit Autobombe getötet

Ein ukrainischer Politiker und seine Frau sterben in ihrem Auto. Auch ein Terrorakt aus Moskau wird zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen.
In der ostukrainischen Stadt Dnipro ist ein Lokalpolitiker bei der Explosion seines Autos getötet worden. Wie die ukrainische Staatsanwaltschaft am Freitag mitteilte, wurden Ermittlungen wegen eines "Terroranschlags" eingeleitet. Der Mann habe sich zusammen mit seiner Frau in dem Wagen befunden, als dieser explodierte. Die Frau wurde demnach verletzt und wird im Krankenhaus behandelt.
Die Polizei sei vor Ort, erklärte die Staatsanwaltschaft weiter. Derzeit werde in zwei Richtungen ermittelt, teilte die Polizei mit. Zum einen vermute man einen Anschlag "auf Anordnung der russischen Geheimdienste". Hinter dem Angriff könnte aber auch eine persönliche Fehde des Lokalpolitikers stecken.
Kiew nutzt Anschläge als Kriegsmittel
Bei dem Getöteten handelt es sich nach Angaben der Partei Proposyzija um Jurij Fedko, Mitglied des Stadtrats von Dnipro. Der Partei zufolge erlag er im Krankenhaus seinen Verletzungen.
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Seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine hat Kiew mehrere Mordanschläge auf russische Armeeangehörige oder prominente Kreml-Unterstützer ausgeführt, die von ukrainischer Seite reklamiert oder ihr zugeordnet wurden. Russland warf der Ukraine mehrfach vor, solche Anschläge begangen zu haben.
Die Industriestadt Dnipro liegt etwa hundert Kilometer von der Front entfernt. Sie hatte vor dem Krieg fast eine Million Einwohner.
- Nachrichtenagentur AFP