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Darmkrebs-Test: Wie hoch ist Ihr Risiko? Elf Fragen


Schnellcheck Darmkrebsvorsorge
Wie hoch ist Ihr Risiko für Darmkrebs? Machen Sie den Test!


Aktualisiert am 03.04.2025 - 11:31 UhrLesedauer: 3 Min.
Darmkrebs: Das Risiko steigt durch unterschiedliche Faktoren.Vergrößern des Bildes
Darmkrebs: Das Risiko steigt durch unterschiedliche Faktoren. (Quelle: Panuwat Dangsungnoen/getty-images-bilder)
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Rauchen und andere Faktoren können das Darmkrebsrisiko steigern. Unser Test sagt Ihnen, ob Ihr Risiko erhöht ist und wann Sie zur Vorsorge gehen sollten.

Hinweis: Der Online-Test wurde von der Felix-Burda-Stiftung gemeinsam mit Fachleuten der Humangenetik und Gastroenterologie entwickelt. Er ersetzt nicht das persönliche Arztgespräch. Er fragt nur bestimmte Risikofaktoren ab und zeigt auf, in welchem Zusammenhang mit Darmkrebs diese stehen können.

Ab wann zur Vorsorge?

Darmkrebs-Test: Ist Ihr Risiko erhöht?
Teil 1 von 11
Sind Sie 50 Jahre oder älter?

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Darmkrebs ist in Deutschland die zweithäufigste Krebserkrankung bei Frauen und die dritthäufigste Krebserkrankung bei Männern. Vor allem Menschen über 70 Jahren erkranken daran. Aber auch jüngere Menschen können Darmkrebs bekommen.

Früh erkannt, sind die Heilungsaussichten in der Regel sehr gut. Doch allzu oft wird Darmkrebs immer noch zu spät festgestellt. Dabei gibt es Vorsorgeuntersuchungen, mit denen sich die Aussichten deutlich verbessern ließen.

Auf diese Darmkrebsvorsorge haben Männer und Frauen ab 50 Jahren Anspruch, denn erst ab diesem Alter steigt das Risiko deutlich. Werden dabei Krebsvorstufen entdeckt und entfernt, können diese Untersuchungen Darmkrebs sogar gewissermaßen vorbeugen.

Die wichtigsten Risikofaktoren für Darmkrebs

Ein wichtiger Risikofaktor für Darmkrebs ist die eigene Familiengeschichte. Bei etwa 2 bis 3 von 10 Patienten mit Darmkrebs liegt eine familiäre Vorbelastung vor. Diese wird jedoch nicht durch eine einzelne Erbanlage (Gen) verursacht. Vielmehr scheinen hier mehrere Gene in Kombination mit Umwelteinflüssen eine Rolle zu spielen. Erkrankt innerhalb der Familie jemand an Darmkrebs, steigt deshalb das Risiko für nahe Verwandte (1. Grades), wie Eltern, Kinder oder Geschwister.

Bei Darmkrebs in der Familie ist es daher besonders wichtig, dass Betroffene ihren Arzt darüber informieren und frühzeitig Untersuchungen zur Darmkrebsvorsorge wahrnehmen.

Als weitere Risikofaktoren für Darmkrebs gelten zudem:

  • höheres Lebensalter
  • Rauchen
  • starkes Übergewicht
  • Diabetes Typ 2
  • mangelnde Bewegung
  • eine ungesunde Ernährung mit wenig Obst und Gemüse, aber viel rotem und verarbeitetem Fleisch
  • Alkoholkonsum
  • chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa

Jeder kann sein Erkrankungsrisiko senken

Was im Einzelfall Darmkrebs tatsächlich ausgelöst hat, lässt sich im Nachhinein nur selten sicher feststellen. Häufig spielen bei der Entwicklung der Krebserkrankung mehrere Faktoren eine Rolle.

Studien zeigen jedoch, selbst bei erblicher Vorbelastung lässt sich mit einem gesunden Lebensstil das Erkrankungsrisiko deutlich senken. Dazu zählen vor allem:

  • ein rauchfreies Leben,
  • wenig bis kein Alkohol,
  • eine gesunde Ernährung,
  • regelmäßige körperliche Bewegung und
  • ein normales Körpergewicht.

Mit Darmspiegelung Vorstufen und frühe Stadien von Darmkrebs erkennen

Eine wichtige Untersuchung zur Früherkennung von Darmkrebs ist die Darmspiegelung (Koloskopie). Diese hat gleich zwei Vorteile: Durch das Verfahren wird Darmkrebs oft in einem sehr frühen, noch heilbaren Stadium erkannt. Außerdem werden eventuell vorhandene Vorstufen von Krebs, also Darmpolypen oder Adenome, während der Untersuchung gleich mitentfernt.

Wie oft Frauen und Männer die Darmspiegelung im Rahmen der Darmkrebsvorsorge wahrnehmen dürfen, hängt dabei in erster Linie vom Alter ab. Zur Früherkennung wird die Darmspiegelung allen Krankenversicherten in Deutschland ab einem Alter von 50 Jahren angeboten. Ist der Befund unauffällig, folgt die nächste Untersuchung erst 10 Jahre später.

Alternativ besteht die Möglichkeit, anstatt einer zweiten Darmspiegelung nach 10 Jahren Stuhltests zu machen. Im Falle eines auffälligen Testergebnisses haben Krankenversicherte zudem Anspruch auf eine Darmspiegelung, um dieses abklären zu lassen.

Der immunologische Stuhltest

Mit dem immunologischen Stuhltest (iFOBT, auch Okkultbluttest genannt) lassen sich versteckte (= okkulte) Blutspuren in einer Stuhlprobe erkennen, die mit dem bloßen Auge nicht sichtbar wären. Er löst den ehemaligen Hämoccult-Test ab.

Krankenversicherte Männer und Frauen ab 50 haben alle zwei Jahre Anspruch auf einen immunologischen Stuhltest, sofern noch keine Darmspiegelung zur Früherkennung durchgeführt wurde.

Ein eindeutiger Nachweis von Darmkrebs oder dessen Vorstufen ist mit dem immunologischen Stuhltest zwar nicht möglich. Nicht sichtbare Blutspuren im Stuhl können jedoch auch auf Polypen oder Tumoren hinweisen. Der Test ist daher eine wichtige Hilfe, um Darmkrebs oder Krebsvorstufen frühzeitig zu entdecken. Absolute Sicherheit bietet er aber nicht.

Weist der Stuhltest tatsächlich okkultes Blut im Stuhl nach, folgt in der Regel eine Darmspiegelung. Nur so lässt sich Darmkrebs sicher ausschließen oder bestätigen.

Wichtiger Hinweis

Okkultes Blut im Stuhl kann auch harmlose Ursachen haben, etwa Hämorrhoiden oder kleine Verletzungen der Afterschleimhaut. Um sicherzugehen, sollte Blut im Stuhl jedoch immer ärztlich abgeklärt werden.

Engmaschigere Vorsorge bei erhöhtem Risiko

Wer ein erhöhtes Darmkrebsrisiko hat, für den empfehlen Fachleute Vorsorgeuntersuchungen teils noch häufiger und/oder auch früher. Das gilt zum Beispiel für Menschen mit familiärer Vorbelastung oder chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa.

Warnsignale bleiben bei Darmkrebs oft lange aus

Darmkrebs entwickelt sich langsam, über viele Jahre hinweg. Anfangs ruft die Erkrankung oft lange keine spürbaren Symptome hervor. Wenn doch Beschwerden auftreten, sind diese häufig eher allgemein und wenig eindeutig. Solche Beschwerden können allerdings auch viele andere Gründe haben, zum Beispiel Magen-Darm-Infekte, Hämorrhoiden, Reizdarm-Syndrom oder chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa).

Verwendete Quellen
  • Online-Informationen der Felix Burda Stiftung: www.felix-burda-stiftung.de (Abrufdatum: 3.4.2025)
Transparenzhinweis
  • Die Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung und dürfen daher nicht zur Selbsttherapie verwendet werden.

Quellen anzeigenSymbolbild nach unten

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