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USA: Elon Musk schließt für SpaceX Milliarden-Deal mit der Regierung


Spott für Konkurrenz
Musks SpaceX schließt Milliarden-Deal mit US-Regierung

Von reuters
Aktualisiert am 05.04.2025 - 12:22 UhrLesedauer: 3 Min.
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Elon Musk: Der Tech-Milliardär hat sich lukrative Verträge gesichert. (Quelle: Jeffrey Phelps/ap)
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Die US-Regierung hat für ihr Weltraumprogramm Milliardenaufträge an private Firmen vergeben. Elon Musk ist mit SpaceX einer der Gewinner. Für die anderen Firmen hat er vor allem Spott übrig.

Die Raumfahrtunternehmen SpaceX von Elon Musk, United Launch Alliance (ULA) sowie Blue Origin von Jeff Bezos haben am Freitag (Ortszeit) Verträge über Raketenstarts der US Space Force im Wert von insgesamt 13,5 Milliarden Dollar bis 2029 erhalten. Das wichtigste Beschaffungsprogramm der Space Force, das "National Security Space Launch"-Programm, wird nach Angaben des Space Systems Command Office bis 2029 etwa 54 Missionen in Form von stufenweisen Aufträgen vergeben. In dieser Zeit sollen einige der empfindlichsten und komplexesten Satelliten des Pentagons ins All gebracht werden.

SpaceX, dem 28 dieser Aufträge erteilt wurden, erhielt 5,9 Milliarden Dollar. ULA, das Gemeinschaftsunternehmen von Boeing und Lockheed Martin, erhielt 5,3 Milliarden Dollar für 19 Missionen. Blue Origin erhielt 7 Aufträge im Gesamtwert von 2,3 Milliarden Dollar. Das Programm ist das wettbewerbsintensivste und lukrativste Programm für US-Raketenstarts und bestätigt die genannten Unternehmen als die fähigsten amerikanischen Raketenanbieter.

Die Aufträge sind Teil eines Programmbereichs der sogenannten Phase 3, der die schwierigsten und teuersten Missionen des Pentagons umfasst. Zwei mit den Plänen vertrauten Personen zufolge wird SpaceX die überwiegende Mehrheit der von der Space Force im ersten Jahr des Programms bestellten Missionen erhalten. Der Grund dafür ist, dass die Startrate des Unternehmens mit der Falcon 9 weitaus höher ist als die der Vulcan-Rakete von ULA und Blue Origins New-Glenn-Rakete.

Musk macht sich über Konkurrenz lustig

Während SpaceX als dominierender Gewinner des Programms hervorging, machte sich Elon Musk auf seiner Social-Media-Plattform X über die Konkurrenten seiner Firma lustig. "60 Prozent der Missionen zu gewinnen, mag großzügig klingen, aber die Realität ist, dass alle SpaceX-Konkurrenten zusammengenommen derzeit nicht in der Lage sind, die anderen 40 Prozent zu liefern! Ich hoffe, sie haben Erfolg, aber sie sind noch nicht so weit", schrieb er.

ULA-CEO Tory Bruno hielt in seiner Erklärung dagegen: "Vulcan ist die richtige Wahl für kritische nationale Sicherheitsmissionen im Weltraum und ist bis heute die einzige Rakete, die entwickelt wurde, um alle Anforderungen an den Weltraumstart unserer Nation zu erfüllen." ULA freue sich sehr, den Zuschlag für 40 Prozent der Phase-3-Beschaffung erhalten zu haben, so Bruno.

Die Vergaben vom Freitag wurden über Jahre hinweg vorbereitet. Es handelt sich um die dritte Phase eines Programms, das regelt, wie das US-Verteidigungsministerium Fahrten ins All für seine Militär- und Nachrichtensatelliten erwirbt. Ein Bereich, der einst von ULA und Lockheed Martin dominiert wurde. In einer früheren Phase des nationalen Sicherheitsprogramms, Phase 2, erhielt SpaceX noch 40 Prozent der Aufträge, während ULA 60 Prozent erhielt, was einem Auftragsvolumen von insgesamt über 6 Milliarden Dollar entsprach. Einige Aufträge, die ursprünglich in der Phase 2 an ULA vergeben worden waren, mussten aber aufgrund von Entwicklungsverzögerungen bei der Vulcan-Rakete an SpaceX übertragen werden.

Musks Raumfahrtunternehmen hat sich in den vergangenen zehn Jahren zu dem dominierenden Raketenstartanbieter entwickelt. Seine wiederverwendbaren Falcon 9-Raketen senkten die Kosten enorm und die Konkurrenten können damit nicht mithalten. Die Marktdominanz von SpaceX machte das Unternehmen zu einem wichtigen Lieferanten für das Pentagon, das auch bei der satellitengestützten militärischen Aufklärung zunehmend auf SpaceX angewiesen ist.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur Reuters
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