"Problematische Entwicklung" Stromverbrauch sinkt: Energieversorger mit Warnung

Was Klimaschützer freut, nennt der Energieversorger eine "problematische Entwicklung": Die Nürnberger beziehen weniger Strom.
Für den Netzbetrieb stellt der rückläufige Bezug aus dem Stromnetz eine problematische Entwicklung dar. Die Einspeisemengen durch den Boom bei Photovoltaikanlagen steigen stetig, während ein sinnvoll gegenüberstehender Verbrauch fehlt.
Es droht eine Überlastung der Stromleitungen. Denn: An immer mehr Tagen stehe dem Netz zeitweise deutlich mehr Strom zur Verfügung als verbraucht werde. Um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, müssten Erneuerbare zunehmend abgeregelt werden, heißt in einer Pressemitteilung des örtlichen Energieversorgers.
Differenz zwischen Erzeugung und Verbrauch wächst weiter
So sei der Stromverbrauch im Netzgebiet der N-Ergie 2024 erneut gesunken. Um rund zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie es heißt. Dieser Trend sei bereits seit 2018 zu beobachten – Ausnahme: das "Corona-Jahr" 2021. Es ist eine Entwicklung, die sich deutschlandweit abzeichnet. Und die Differenz zwischen Erzeugung und Verbrauch wächst weiter an.
Dass Haushalte, Gewerbe und Industrie immer weniger Strom aus dem Netz beziehen, sei eine problematische Entwicklung, so N-ergie. Ursache liege auch im PV-Boom. Weil es immer mehr Photovoltaik-Anlagen gibt, "wäre eigentlich ein sinnvoll gegenüberstehender Verbrauch wünschenswert". Als Beispiel nennen die Verantwortlichen Elektroautos oder Batteriespeicher, die in den Mittagsstunden aufgeladen werden.
Ein Problem sei dabei, dass sich die meisten Photovoltaik-Anlagen nicht steuern ließen. Sie speisten also unabhängig der Nachfrage ins Netz ein. Besonders in den Mittagsstunden gelangt das Stromnetz deshalb an seine Grenzen.
- Pressemitteilung der N-Ergie vom 20. März 2025
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