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USA: Trump-Berater Mike Waltz soll 20 geheime Signal-Gruppen genutzt haben


Sensible Informationen waren Thema
Trump-Team soll noch mehr geheime Chats aufgesetzt haben

Von t-online, jse

02.04.2025 - 21:55 UhrLesedauer: 2 Min.
Außenminister Marco Rubio (l) und Sicherheitsberater Michael Waltz: Sie gehören zu Trumps Team für die Außenpolitik.Vergrößern des Bildes
Außenminister Marco Rubio (l) und Sicherheitsberater Michael Waltz: Sie gehören zu Trumps Team für die Außenpolitik. (Quelle: IMAGO/Freddie Everett/Us State)
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Das Team von Donald Trump nutzte offenbar weitaus mehr Signal-Gruppen zur Besprechung sicherheitspolitischer Themen als bisher bekannt. Experten warnen.

Das nationale Sicherheitsteam Donald Trumps hat laut einem Bericht von "Politico" in deutlich größerem Umfang als bisher bekannt auf die Messaging-App Signal gesetzt. Demnach wurden mindestens 20 Gruppen-Chats eingerichtet, um sicherheitspolitische Themen weltweit zu koordinieren.

Neue Signal-Chats: Trumps Sicherheitsteam erneut im Fokus

Wie "Politico" unter Berufung auf vier direkt involvierte Personen berichtet, diente die Signal-App unter anderem der Abstimmung zu Konflikten in der Ukraine, im Nahen Osten, in China, Afrika und Europa. Zwei der Quellen gaben an, in mindestens 20 solcher Gruppen Mitglieder oder zumindest informiert gewesen zu sein. Alle vier schilderten Fälle, in denen sensible sicherheitspolitische Informationen über die App ausgetauscht worden seien.

Ein Beteiligter erklärte dem Magazin zufolge: "Waltz baute den gesamten Kommunikationsprozess des Nationalen Sicherheitsrats auf Signal auf." Die Quellen äußerten sich anonym, da sie nicht öffentlich über vertrauliche Chats sprechen durften.

Weitere Signal-Gruppen: Quellen sprechen von sensiblen Informationen

Erfahrene Sicherheitsexperten warnten laut dem Bericht, dass die Nutzung von Signal in diesem Zusammenhang möglicherweise gegen Vorschriften zum Schutz vertraulicher Informationen und gegen die Anforderungen der US-Archivgesetze verstoße – insbesondere dann, wenn Nachrichten automatisch gelöscht würden. Einer der Insider sagte demnach: "Es war üblich, zu jedem sicherheitspolitischen Thema Gruppen zu erstellen." In diesen Chats seien mitunter auch Kabinettsmitglieder und ranghohe Beamte vertreten gewesen.

Ein Sprecher des Nationalen Sicherheitsrats, Brian Hughes, betonte gegenüber "Politico", dass Signal auf Regierungsgeräten nicht verboten sei und von einigen Behörden sogar automatisch installiert werde.

Signal-Gruppen der Trump-Regierung: Sprecher dementiert Verbreitung von sensible Informationen

Er stellte jedoch klar: "Es ist eine von mehreren zugelassenen Methoden für nicht klassifiziertes Material, unter der Voraussetzung, dass die Aufzeichnung erhalten bleibt." Die Behauptung, dass klassifizierte Informationen über die App verbreitet worden seien, bezeichnete er als "zu hundert Prozent unwahr".

Die befragten Personen konnten nicht bestätigen, ob klassifizierte Inhalte geteilt wurden. Sie erklärten jedoch übereinstimmend, dass in den Signal-Gruppen regelmäßig sensible sicherheitspolitische Inhalte thematisiert worden seien.

Verwendete Quellen
Transparenzhinweis

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