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Zum journalistischen Leitbild von t-online.Bauchweh lindern Divertikulitis – hilft eine Wärmflasche bei Schmerzen?
Eine Divertikulitis lässt sich oft zu Hause behandeln. Wann eine Wärmflasche die Schmerzen lindern kann und was es bei Schmerzmitteln zu beachten gilt.
Bei einer akuten Divertikulitis haben sich kleine Ausstülpungen in der Darmwand, sogenannte Divertikel, entzündet. Meist passiert das im Sigmadarm, einem Teil des Dickdarms. Dann treten typischerweise Schmerzen im linken Unterbauch auf, häufig begleitet von Fieber. Auch weitere, eher allgemeine Beschwerden können mit der Entzündung einhergehen, wie etwa Verstopfung, Völlegefühl, Blähungen oder Durchfall, Übelkeit und Erbrechen.
Während eine komplizierte Divertikulitis in der Regel stationär im Krankenhaus behandelt wird, lässt sich eine leichte Divertikulitis meist zu Hause auskurieren. Auch Antibiotika oder Schonkost sind oft nicht nötig. Wichtig ist dann allerdings, dass Betroffene regelmäßig zu Kontrolluntersuchungen in die ärztliche Praxis kommen.
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Lesen Sie hier, wie sich Schmerzen bei einer Divertikulitis äußern, ob diese auch beim Sitzen auftreten und inwiefern Rückenschmerzen ein Anzeichen sein können.
Leichte Divertikulitis: Was gegen Schmerzen hilft
Wer eine leichte Divertikulitis hat, kann sich bei Unterleibsschmerzen häufig bereits mit Wärme Linderung verschaffen. Eine Wärmflasche, aber auch andere Formen der Wärmeanwendung wie ein Dinkelkissen oder ein Wärmegelkissen, können auf den schmerzenden Bereich aufgelegt werden. Verbunden mit ein wenig körperlicher Ruhe lassen die Schmerzen im Unterbauch so in vielen Fällen nach.
- Divertikulitis: Wann Ruhe oder Bewegung helfen
Zwar muss die Ernährung bei einer unkomplizierten Divertikulitis nicht zwingend verändert werden, sofern sie vertragen wird. Lösen bestimmte Lebensmittel oder Getränke aber Bauchschmerzen aus, kann es unter Umständen doch ratsam sein, einige Tage auf Schonkost umzusteigen. In diesem Fall berichten Betroffene am besten ihrem Arzt oder ihrer Ärztin von den Beschwerden und halten Rücksprache, ob etwas an der Ernährung verändert werden sollte.
Lassen sich die Schmerzen bei einer Divertikulitis selbst mit Wärmflasche, körperlicher Ruhe und Schonkost nicht lindern, können Schmerzmittel infrage kommen. Allerdings steigern gängige Mittel aus der Gruppe der NSAR (nicht-steroidale Antirheumatika) wie Ibuprofen oder Acetylsalicylsäure (ASS) möglicherweise das Risiko für bestimmte Komplikationen. Welche Medikamente sich bei Schmerzen am besten eignen und wie lange diese eingenommen werden können, sollten Betroffene daher mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt besprechen.
Mehr wissen
Lesen Sie hier, was es bei einer Divertikulitis in puncto Ernährung zu beachten gilt, ob Kaffee erlaubt ist und in welchen Mengen Alkohol das Risiko steigert.
- Die Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung und dürfen daher nicht zur Selbsttherapie verwendet werden.
- "Divertikulitis". Online-Informationen von Deximed: deximed.de (Stand: 12.1.2022)
- Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten: "Divertikelkrankheit/Divertikulitis" (PDF). AWMF-Leitlinien-Register Nr. 021/20 (Stand: November 2021)
- "Diverticulitis". Online-Informationen des University of Pennsylvania Health System: www.pennmedicine.org (Stand: 4.5.2021)
- "Divertikulose und Divertikulitis". Online-Informationen des öffentlichen Gesundheitsportals Österreichs: www.gesundheit.gv.at (Stand: 30.5.2018)
- Geisler, L.: "Innere Medizin". Kohlhammer, Stuttgart (2006)