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Insolvenz bei Menrad-Brillen: Traditionsbetrieb hofft auf Neustart


Familienbetrieb seit 1896
Traditionsbetrieb insolvent: Hoffnung auf Neustart bleibt

Von t-online, FIN

03.04.2025 - 12:02 UhrLesedauer: 2 Min.
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Brillen in einem Optikergeschäft (Symbolbild): Nun muss der traditionsreiche Brillenhersteller Menrad um seine Zukunft bangen. (Quelle: IMAGO/imageBROKER/Isai Hernandez)
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Die beiden Brüder Eberhard und Hermann Müller-Menrad stehen vor einer ungewissen Zukunft. Nach über einem Jahrhundert Unternehmensgeschichte müssen sie nun für den familiären Brillenbetrieb Insolvenz anmelden.

Der traditionsreiche Familienbetrieb Menrad aus Baden-Württemberg gehört mit seiner fast 130-jährigen Unternehmensgeschichte zu den führenden Brillenherstellern Europas. Trotz Verkäufen in über 100 Länder weltweit kam nun der Schock: Am 31. März musste die Unternehmensgruppe Menrad mit Hauptsitz im baden-württembergischen Schwäbisch Gmünd Insolvenz anmelden.

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Florian Zistler von der Anwaltskanzlei PLUTA bestellt. In einer Mitteilung der Ulmer Kanzlei an die Beschäftigten am Hauptsitz hieß es, dass die Löhne der 250 Mitarbeiter für März, April und Mai gesichert seien. Auch der Geschäftsbetrieb soll vorerst uneingeschränkt weiterlaufen. Zistler betonte jedoch, wie wichtig es sei, dass auch die Kundschaft dem Unternehmen weiterhin die Treue halte.

Video | Insolvenz: Wann es passiert und was das bedeutet
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Quelle: t-online

Insolvenz als Neustart-Chance

Trotz der guten Positionierung im europäischen Markt sei es bereits in der Vergangenheit zu finanziellen Engpässen gekommen. Laut Mitteilung führte vorwiegend eine rückläufige Auftrags- und Umsatzentwicklung zur aktuellen wirtschaftlichen Schieflage. Der Insolvenzantrag sei somit eine Konsequenz bereits absehbarer Entwicklungen gewesen. Die Geschäftsführung zeigte sich dennoch zuversichtlich: Eine Insolvenz könne auch "eine Chance für einen Neustart" sein, hieß es. Bereits jetzt habe man erste Gespräche mit potenziellen Investoren und Partnern aufgenommen, um das Unternehmen langfristig wieder zu stabilisieren.

Das im Jahr 1896 gegründete Unternehmen wird heute in vierter Generation von den Brüdern Eberhard und Hermann Müller-Menrad geleitet. Design und Entwicklung finden weiterhin in Deutschland statt. Etwa 80 Mitarbeiter im Ausland, die für den Vertrieb zuständig sind, sind von der Insolvenz nicht betroffen.

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