Weltwirtschaftsforum-Gründer geht Das soll der Grund für Klaus Schwabs Rücktritt sein

Davos-Chef Klaus Schwab hat Ostern überraschend seinen Rückzug angekündigt. Ein anonymer Brief nennt nun erstmals mögliche Ursachen.
Der Abschied kam überraschend. Und er kam schnell. Der Gründer des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos, Klaus Schwab, kündigte an den Osterfeiertagen seinen Abschied an. "Nach meiner kürzlichen Ankündigung und zu Beginn meines 88. Lebensjahres habe ich beschlossen, mit sofortiger Wirkung von der Position des Vorsitzenden und als Mitglied des Kuratoriums zurückzutreten", heißt es in einer Pressemitteilung.
Nun berichtet das "Wall Street Journal" über mögliche Hintergründe. Demnach laufen beim WEF interne Untersuchungen gegen den WEF-Gründer, nachdem ein anonymer Brief mit schweren Vorwürfen eingegangen war. So soll Schwab WEF-Mittel zum eigenen Vorteil genutzt haben. Auch von einer toxischen Arbeitsatmosphäre ist die Rede. "Über Jahre hinweg wurden Arbeitnehmer eingeschüchtert, ausgebeutet oder unter Druck gesetzt", wird aus dem Brief zitiert.
Das Weltwirtschaftsforum äußerte sich zunächst nicht zu den Berichten.
Schwab wurde 1938 in Ravensburg geboren. Das WEF ist eine Stiftung, die der Wirtschaftswissenschaftler 1971 gründete. In der Folgezeit wurde das Forum zu einer der wichtigsten Zusammenkünfte für Spitzenpolitiker, Top-Manager, Wissenschaftler und Vertreter der Zivilgesellschaft aus aller Welt. Seinen Sitz hat das WEF in Genf. Es beschäftigt weltweit 600 Menschen in Genf, New York, Peking und Tokio. Doch gibt es auch Kritik an dem exklusiven Zirkel im Schweizer Alpenort Davos.
- Nachrichtenagentur dpa
- www.wsj.com: "World Economic Forum Opens New Probe Into Founder Klaus Schwab"