Werder-Geschäftsführer klärt auf Der Fall Anfang: "Der Vorwurf ist wirklich massiv"

Markus Anfang ist wenige Stunden vor dem Topspiel von Werder Bremen gegen Schalke zurückgetreten. Der Grund: die Ermittlungen gegen ihn. Offenbar war die Beweislast erdrückend.
Am Donnerstag um 22.35 Uhr teilte Werder Bremen mit, dass gegen Trainer Markus Anfang ermittelt wird. Der Trainer soll angeblich einen gefälschten Impfpass verwendet haben. Anfang dementierte die Vorwürfe. Am Samstag um 10.40 Uhr gab der Klub bekannt, dass der 47-Jährige von seinem Posten zurückgetreten sei. Kurze Zeit später gab Geschäftsführer Frank Baumann Einblicke in die Hintergründe der Entscheidung.
Auch die Mannschaft wurde informiert
In einem Interview mit dem Klub teilte der Manager mit, dass man Anfang als "wichtigster Person im Verein" zu Beginn vertraut habe. "Allerdings gab es im Laufe des Freitags weitere Entwicklungen. Die Fakten haben sich ein Stück weit verändert. (...) Der Vorwurf, der im Raum steht, ist wirklich massiv. Das hat dann eine Dimension angenommen, wo wir als Verein überlegt haben, was die richtige Entscheidung ist."
Anfang entschied daraufhin selbst, den Klub verlassen zu wollen und teilte es kurz darauf auch der Mannschaft mit. Über die Reaktion der Spieler sagte Baumann: "Es gab keine Diskussion. Das ist eine Entwicklung, die auch die Mannschaft überrascht hat, auch wenn sie die Medienberichte verfolgt haben. Vielen war bewusst, dass wenn da was dran ist, es mit dem Trainer nicht weitergehen kann."
Am Samstagabend gegen Schalke 04 (ab 20.30 Uhr im Liveticker bei t-online) wird Co-Trainer Danijel Zenkovic das Team betreuen. Der 34-Jährige ist seit August 2020 in Bremen, arbeitete bereits unter Florian Kohfeldt als Assistent.
- Interview von Werder Bremen auf der Website des Vereins
- Eigene Recherche