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Nürnberg: Polizei stellt Kriminalitätsstatistik für Mittelfranken vor


Statistik für 2024
Weniger Gewalt, mehr Messer: Kriminalität in Mittelfranken sinkt deutlich

Von t-online
24.03.2025Lesedauer: 2 Min.
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Ein Mann hält ein Messer in der Hand (Symbolbild): Messerangriffe bereiten der Polizei in und um Nürnberg weiter Sorgen. (Quelle: IMAGO/Michael Bihlmayer/imago)
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In Mittelfranken ist die Kriminalität 2024 so stark gesunken wie nirgends sonst in Bayern. Doch die Zahl der Messerangriffe gibt weiter Anlass zur Sorge.

Die Zahl der registrierten Straftaten in Mittelfranken hat 2024 einen historischen Tiefstand erreicht. Nach Angaben des Polizeipräsidiums vom Montag (24. März) verzeichnete die Polizei 75.898 Straftaten – ein Rückgang von acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit hatte die Region den stärksten Rückgang in ganz Bayern. Einschließlich ausländerrechtlicher Verstöße ging die Zahl sogar um 8,7 Prozent zurück.

Die Kriminalitätsrate lag im vergangenen Jahr bei 4.184 Straftaten pro 100.000 Einwohner – 8,4 Prozent weniger als 2023. Die Aufklärungsquote fiel hingegen leicht von 67,8 auf 66,1 Prozent. Die Polizei führt das vor allem auf den Rückgang bei Rauschgiftdelikten nach der Teillegalisierung von Cannabis zurück. Trotzdem blieb der mittelfränkische Wert über dem bayerischen Durchschnitt von 64,9 Prozent.

Zahl der Sexualdelikte sinkt – jedoch mehr Vergewaltigungen

Generell seien Straftaten im öffentlichen Raum, die besonders das Sicherheitsempfinden beeinflussten, deutlich zurückgegangen, so die Polizei weiter. So nahm die Zahl der angezeigten Körperverletzungen um 10,7 Prozent ab, die der schweren oder gefährlichen Körperverletzungen um 10,3 Prozent. Auch registrierte Sexualdelikte sanken um 3,7 Prozent – mit einer Ausnahme: Die Zahl der Vergewaltigungen stieg von 48 auf 66 Fälle.

Erstmals veröffentlichte die Polizei in diesem Jahr Zahlen zu Straftaten mit Messern. 298 solcher Delikte wurden erfasst, knapp die Hälfte davon im öffentlichen Raum. Die Aufklärungsquote lag bei 92,3 Prozent. 56,7 Prozent der Tatverdächtigen waren Nichtdeutsche, darunter fast ein Fünftel aus der Gruppe der Zuwanderer.

Fürth ist nicht mehr die sicherste Großstadt

Nach 20 Jahren muss Fürth seinen Titel als sicherste Großstadt Bayerns mit mehr als 100.000 Einwohnern abgeben. Die Stadt rutschte mit einer Kriminalitätsrate von 4.624 Straftaten pro 100.000 Einwohnern auf Platz zwei. Neuer Spitzenreiter ist Erlangen mit einem Wert von 4.489.

Im vergangenen Jahr ermittelte die Polizei in Mittelfranken rund 36.060 Tatverdächtige. Rund drei Viertel davon waren erwachsene Männer. Der Anteil der nicht deutschen Tatverdächtigen stieg 2024 erneut auf 42,6 Prozent an – der höchste Wert seit zehn Jahren, so die Polizei. Dabei machten diese nur 17,2 Prozent der Bevölkerung aus.

Während die Zahl der in Deutschland lebenden nicht deutschen Tatverdächtigen nahezu gleich blieb, sank die Zahl der sogenannten "Zuwanderer" im vergangenen Jahr deutlich um 20,8 Prozent. Polizeipräsident Blöchl begrüßte diese Entwicklung ausdrücklich.

"Der markante, ausgeprägte Rückgang der Straftaten in Mittelfranken 2024 ist für uns Ansporn und Motivation", sagte Polizeipräsident Adolf Blöchl. Sicherheit sei ein elementares menschliches Bedürfnis und entscheidend für das Wohlbefinden.

Verwendete Quellen
Transparenzhinweis

Quellen anzeigenSymbolbild nach unten

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