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Explosion in Kölner Innenstadt: Tatverdächtiger gefasst


Erfolg der EG "Fusion"
Explosion in der Ehrenstraße: Mutmaßlicher Täter gefasst

Von t-online, nfr

Aktualisiert am 04.04.2025 - 13:52 UhrLesedauer: 2 Min.
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Explosion in der Kölner Ehrenstraße (Archivbild): Ein 18-Jähriger Tatverdächtiger wurde in den Niederlanden gefasst. (Quelle: IMAGO/Christoph Hardt/imago)
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Ermittler der EG "Fusion" und die niederländische Polizei haben den Tatverdächtigen gefasst, der im Zusammenhang mit der Explosion in der Ehrenstraße steht. Der 18-Jährige sitzt wegen anderer Delikte bereits in Haft.

Sieben Monate nach dem Brandanschlag auf ein Bekleidungsgeschäft der Marke "Live Fast Die Young" (LFDY) in der Kölner Ehrenstraße haben die Beamten der Ermittlungsgruppe "EG Fusion" in Zusammenarbeit mit der niederländischen Polizei einen Tatverdächtigen gefasst.

Am Donnerstag, 3. April, wurde bei Durchsuchungen die mutmaßliche Tatkleidung sichergestellt. Wie die Kölner Polizei am Freitag (4. April) mitteilte, sitzt der 18-jährige Verdächtige bereits wegen einer anderen Straftat in einer niederländischen Justizvollzugsanstalt.

Junger Täter floh nach Holland: Europäischer Haftbefehl erwirkt

Dem Tatverdächtigen wird vorgeworfen, am 18. September 2024 gegen 5 Uhr in dem Bekleidungsgeschäft Sprengstoff zur Explosion gebracht und erheblichen Sachschaden verursacht zu haben. Nach der Tat floh der Tatverdächtige zum Kölner Hauptbahnhof. Von hier aus stieg er nach Angaben der Kölner Polizei in die S6 nach Düsseldorf und floh von dort aus weiter nach Holland.

Video | Der Tatort in der Kölner Ehrenstraße.
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Quelle: t-online

Aus den Aufnahmen der Überwachungskameras am Kölner Hauptbahnhof konnten die Ermittler schließlich den Tatverdächtigen erkennen und leiteten eine Fahndung in Deutschland und den Niederlanden ein. Die Staatsanwaltschaft erwirkte einen europäischen Haftbefehl. Wie die Polizei mitteilte, soll der Beschuldigte jetzt nach Deutschland ausgeliefert werden.

Nur zwei Tage vor der Explosion vor dem Bekleidungsgeschäft im September 2024 hatte es keine 300 Meter entfernt eine ähnliche Explosion vor der Diskothek "Vanity" gegeben. Der zur Tatzeit 15-jährige Täter hatte eine blaue Einkaufstüte, die mit Brandbeschleunigern gefüllt war, angezündet und war vom Tatort geflohen. Im Februar dieses Jahres stellt sich der junge Niederländer.

"Violence as a service": Jugendliche werden als Gewaltverbrecher rekrutiert

Dieses Rekrutieren junger Täter ist auch bekannt als das Kriminalitätsphänomen "Violence as a Service". Die eigentlichen Täter "kaufen" sich Gewaltverbrecher ein. Die ausführenden Täter kennen dabei in der Regel den Auftraggeber und die genauen Hintergründe nicht, erhalten über Mittelsmänner nach den Taten eine Entlohnung.

Ermittler rechnen die Explosionen in der Kölner Innenstadt dem sogenannten Rheinischen Drogenkrieg zu, der mit den Explosionen vor dem Club Vanity und in der Ehrenstraße einen Höhepunkt erreichte.

Der erste Prozess hierzu startet am 9. April. Das Landgericht Köln habe drei Anklagen im Rahmen der Ermittlungsgruppe "Sattla" zugelassen, bestätigte ein Sprecher auf Anfrage von t-online. Mehr dazu lesen Sie hier.

Verwendete Quellen
  • Eigene Recherchen

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