Zwei Festnahmen Schüsse auf A46: Wilde Verfolgungsjagd über 80 Kilometer

Großeinsatz in Nordrhein-Westfalen: Auf einer Autobahn fallen Schüsse, dann entwickelt sich eine wilde Verfolgungsjagd.
Am Ende war in Hagen Schluss, nach rund 80 Kilometern Flucht: Die Polizei hat in der Nacht zum Donnerstag zwei Männer festgenommen, die zuvor auf der Autobahn auf ein anderes Fahrzeug geschossen haben sollen.
Die Schüsse fielen laut Polizei am Mittwoch gegen 19.35 Uhr auf der Autobahn 46 an der Anschlussstelle Enste im Hochsauerlandkreis. Ins Visier genommen hatten die mutmaßlichen Täter den BMW eines 36-Jährigen, verletzt wurde niemand.
Flucht über vier Autobahnen, Zug muss Vollbremsung einlegen
Es entwickelte sich eine rasante Verfolgungsfahrt mit der Polizei. Die Flucht führte von der A46 über die A445 und die A44 auf die A1. In Höhe von Hagen-West verließ das Fahrzeug der mutmaßlichen Schützen die Autobahn und floh weiter in Richtung eines Gewerbegebiets.
Wie ein Reporter berichtete, der bei der Festnahme vor Ort war, stoppte das Auto vor einem Firmengelände. Die Insassen liefen weg. Einer der beiden kletterte dem Reporter zufolge über einen Zaun auf ein Gleisgelände der Deutschen Bahn. Augenzeugen berichteten, dass ein Zug eine Vollbremsung einlegen musste.
Schließlich konnten beide Männer festgenommen werden. Einer wurde mithilfe eines Polizeihubschraubers aufgespürt.
Eine Schusswaffe wurde sichergestellt. Fotos zeigen, wie sie an dem Firmengelände in Hagen auf dem Boden liegt. Die Polizei ermittelt wegen versuchter Tötung. Eine Mordkommission wurde eingerichtet.
Weshalb die Männer im Alter von 30 und 31 Jahren auf das andere Auto schossen, ist noch unklar. Die Ermittlungen führt die Polizei Dortmund zusammen mit der Staatsanwaltschaft Arnsberg.
- Telefonat mit einem Sprecher der Polizei Dortmund
- presseportal.de: Mitteilung der Polizei Dortmund vom 27. März 2025
- Reporter vor Ort
- wp.de: "Schüsse: Verfolgungsjagd von Meschede bis Hagen"
- wdr.de: "Schüsse gefallen: Polizei verfolgt Auto von Meschede bis Hagen"
- Mit Material der Nachrichtenagentur dpa