Ausschließlich für Nicht-EU-Bürger NRW-Koalition erhebt neue Studiengebühren

Nordrhein-Westfalen will künftig von Studierenden aus Nicht-EU-Staaten pro Semester eine Gebühr von 1500 Euro verlangen. Studenten aus EU-Staaten sollen von den Zahlungen befreit sein.
Das haben CDU und FDP bei ihren Koalitionsverhandlungen vereinbart und damit eine ähnliche Studiengebühr beschlossen, die in Baden-Württemberg zum kommenden Wintersemester greifen soll. Allgemeine Studiengebühren wollen beide Parteien aber nicht einführen.
Die Hochschulen könnten durch die Gebühren für internationale Studierenden auf mittlere Sicht bis zu 100 Millionen Euro pro Jahr einnehmen, sagte FDP-Chef Christian Lindner nach der fünften Runde der Koalitionsverhandlungen.
Das Geld solle allen Hochschulen in NRW zugute kommen, sagte CDU-Landeschef Armin Laschet. "Deshalb landet es nicht unmittelbar in der Universität, wo der ausländische Studierende ist." Lindner sprach von einem "innovativen Weg, um die Qualität der Lehre in NRW zu verbessern".
Bei den Gebühren für ausländische Studierende werde es aber Ausnahmen geben, kündigte Laschet an. So müssten Studierende aus Drittstaaten wie der Türkei, die in Deutschland geboren sind und einen deutschen Schulabschluss haben, den Studienbeitrag nicht zahlen.