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Verkehrsminister: Führerscheinprüfung soll günstiger werden


Forderung der Verkehrsminister
Führerscheinprüfung soll günstiger werden

Von t-online, wan

Aktualisiert am 03.04.2025 - 12:09 UhrLesedauer: 2 Min.
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Ein Prüfungsbogen für den Führerschein: Die Kosten sollen gesenkt werden, fordern Verkehrsminister der Länder. (Symbolbild). (Quelle: Thorsten Gutschalk via www.imago-images.de/imago)
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Hohe Durchfaller-Quoten, zu schwierige Fragen, steigende Kosten: Die Führerscheinprüfung soll überholt und günstiger werden, fordern die Bundesländer.

Die Verkehrsminister der Länder setzen sich beim Bund dafür ein, die Führerscheinprüfung für Autofahrer-Neulinge wieder erschwinglicher zu machen. Vor allem die theoretische Ausbildung werde als überfrachtet angesehen, was zu hohen Durchfaller-Quoten und damit verbunden zu einer Kostensteigerung führe, sagte Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) der Deutschen Presse-Agentur bei der Verkehrsministerkonferenz in Nürnberg.

"Der Führerschein kostet für junge Leute bis zu 4.000 Euro", sagte Bernreiter. Die Kosten müssten reduziert werden, um die Bürger zu entlasten. "Die Verkehrsministerkonferenz sieht die stetig steigenden Kosten für den Erwerb eines Führerscheins als Hemmnis für die individuelle Mobilität, dies gilt insbesondere in ländlichen Gebieten mit einem eingeschränkten Angebot an Leistungen des öffentlichen Personennahverkehrs", heißt es in dem Beschluss der Verkehrsministerkonferenz.

Mehr als ein Drittel fällt beim ersten Mal durch

Immer weniger junge Menschen machen die Prüfung, offenbar auch aus Kostengründen. Die Zahl derjenigen, die spätestens mit 24 Jahren bekommen, ist in den vergangenen 10 Jahren um 14 Prozent gefallen, berichtet der Deutschlandfunk. Das liegt aber auch daran, dass viele beim ersten Mal durchfallen und dann erneut zur Kasse gebeten werden. Bei der praktischen Prüfung betrug die Durchfaller-Quote im Jahr 2024 nach Angaben des TÜV-Verbands mehr als ein Drittel (37 Prozent), bei der theoretischen sogar fast die Hälfte (45 Prozent).

Die Kosten für den Erwerb eines Führerscheins sind deutlich gestiegen. Laut ADAC müssen Fahrschüler derzeit zwischen 2.500 und 4.400 Euro für einen Autoführerschein einplanen. Die Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände ging im Jahr 2024 von durchschnittlichen Ausgaben zwischen 2.800 und 3.500 Euro aus. In ländlichen Regionen fallen die Preise oft niedriger aus – unter anderem, weil der Verkehr dort weniger komplex ist als in städtischen Gebieten.

Ein weiterer Grund für die hohen Preise ist laut "Deutschlandfunk" der Mangel an Fahrlehrern. Unternehmen würden sich gegenseitig die Mitarbeiter mit höheren Gehältern abwerben, was sich auf die Preise auswirke.

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