Militärischer Geheimdienst USA überführen mutmaßlichen chinesischen Spion
Ein Mitarbeiter des US-Militärgeheimdienstes soll geheime Dokumente an China weitergegeben haben. Für seine Dienste soll der Feldwebel 38.000 Euro erhalten haben.
Ein Mitarbeiter des US-Militärgeheimdienstes ist unter dem Verdacht der Spionage für China festgenommen worden. Feldwebel Korbein Schultz sei auf der Armeebasis Fort Campbell an der Grenze zwischen den US-Bundesstaaten Kentucky und Tennessee in Gewahrsam genommen worden, teilte das Justizministerium in Washington am Donnerstag mit.
Das Ministerium machte zwar keine Angaben dazu, an welches Land der Unteroffizier Geheiminformationen weitergereicht haben soll. Laut US-Medienberichten ist es jedoch China. Schultz ist Analyst des Militärgeheimdienstes und hatte Zugang zu streng geheimen Informationen.
Geheime Dokumente für 38.000 Euro
In der Anklageschrift heißt es, der Feldwebel habe seit Juni 2022 einen Kontakt in der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong mit Dokumenten, Karten und Fotos versorgt. Dafür habe er insgesamt 42.000 Dollar (38.000 Euro) erhalten. Nach Angaben des Justizministeriums bezogen sich die gelieferten Informationen unter anderem auf US-Planungen für den Fall, dass das von China als abtrünniges Gebiet betrachtete Taiwan militärisch angegriffen werden sollte.
In den von Schultz weitergereichten Dokumenten sei es auch um Kampfflugzeuge, Hubschrauber, Hyperschallgerät und Himars-Raketen gegangen, erklärte das Ministerium. Bereits im August 2023 waren zwei Matrosen der US-Marine wegen des Vorwurfs der Spionage für China festgenommen worden.
- Nachrichtenagentur AFP