Israel setzt Angriffe fort Hamas lehnt Vorschlag zur Waffenruhe ab

Im Nahen Osten ist eine neue Waffenruhe nicht abzusehen. Die Hamas hat nun einen Vorschlag Israels verworfen.
Die Hamas hat nach eigenen Angaben einen israelischen Vorschlag zur Freilassung der Geiseln und einer Waffenruhe im Gazastreifen abgelehnt. Wie die Nachrichtenagentur AFP am Mittwochabend aus Hamas-Kreisen erfuhr, hat die islamistische Palästinenserorganisation "beschlossen, den jüngsten durch die Vermittler vorgelegten israelischen Vorschlag nicht weiterzuverfolgen". Ein weiterer Hamas-Vertreter bestätigte gegenüber der AFP die Weigerung der militanten Gruppe, auf der Grundlage des jüngsten israelischen Angebots zu verhandeln.
Stattdessen sollten nach Willen der Terrororganisation die Vermittler und die internationale Gemeinschaft Israel "zwingen", sich auf einen von Ägypten und Katar unterbreiteten Vorschlag einzulassen. Seit dem 19. Januar galt im Gazastreifen eine Waffenruhe, die erste Phase des dazu mithilfe internationaler Vermittler geschlossenen Abkommens lief am 1. März aus. Eine Einigung über die zweite Phase konnte bisher nicht erzielt werden.
In der Zwischenzeit nahm Israel seine massiven Luftangriffe auf Hamas-Ziele im Gazastreifen wieder auf. Zudem startete die israelische Armee einen neuen Bodeneinsatz in dem Palästinensergebiet.
Israelische Angriffe im Gazastreifen und in Syrien
Israel will nach Angaben von Regierungschef Benjamin Netanjahu damit den Druck auf die islamistische Hamas im Gazastreifen erhöhen, um die dort weiterhin festgehaltenen Geiseln freizubekommen. Verteidigungsminister Israel Katz erklärte am Mittwoch, im Kampf gegen "Terroristen" sollten "große Gebiete" des Gazastreifens zu "israelischen Sicherheitszonen" werden. Indes bestätigte die Bundesregierung die Evakuierung von 19 Deutschen und deren Angehörigen aus dem Gazastreifen.
Die israelische Luftwaffe hat nach eigenen Angaben am Mittwoch auch mehrere Ziele in Syrien angegriffen. Wie das israelische Militär weiter mitteilte, wurden der syrische Militärflughafen in Hama im Westen des Landes und die sogenannte T4-Basis, ein weiterer Militärflugplatz weiter südlich, getroffen. Auch in der Hauptstadt Damaskus sei militärische Infrastruktur angegriffen worden. Die syrische Nachrichtenagentur Sana bestätigte die Angriffe, ohne weitere Einzelheiten zu nennen.
- Nachrichtenagenturen dpa und Reuters