Neuzulassungen im Dezember Diese Automarken haben sich besonders schlecht verkauft
2018 ist die Zahl der Neuzulassungen zurückgegangen – besonders für Dieselfahrzeuge. Im Dezember
Die Deutschen haben im vergangenen Jahr erstmals seit fünf Jahren wieder weniger neue Autos gekauft. Die Zahl der Neuzulassungen sank verglichen mit dem Vorjahr um 0,2 Prozent auf 3,44 Millionen, wie das Kraftfahrt-Bundesamt mitteilt. 2017 war jedoch ein vergleichsweise starkes Autojahr.
Probleme machte im vergangenen Jahr ein neuer Abgasprüfstandard, für den die Hersteller nicht für alle Modelle rechtzeitig die Genehmigung hatten. Sie mussten zum Teil die Produktion drosseln.
Elektro- und Hybridautoverkäufe legen etwas zu
Angesichts erster Dieselfahrverbote entschieden sich noch weniger Kunden für den Selbstzünder: Der Anteil sank von 38,8 Prozent im Vorjahr auf 32,3 Prozent. Benziner erreichten 62,4 Prozent (2017: 57,7 Prozent).
Verkaufsrückgänge bei vielen Marken
Hohe Verkaufsrückgänge im Dezember verbuchten vor allem die beiden französischen Hersteller Peugeot (minus 43 Prozent) und Renault (minus 21 Prozent) und der japanische Autobauer Nissan (minus 40 Prozent).
Auch die zu Volkswagen gehörenden Marken büßten ein: Seat minus 15 Prozent, Skoda minus zwölf Prozent und die Hauptmarke VW minus elf Prozent. Audi schrumpfte um 5,7 Prozent. BMW kam dagegen auf ein leichtes Zulassungsplus von 0,2 Prozent. Mercedes-Benz steigerte seinen Absatz zum Jahresende sogar um fast 22 Prozent.
Alternative Antriebe legten zu, bleiben aber ein Nischensegment: Jeder hundertste Neuwagen war ein Elektroauto, 3,8 Prozent waren Hybride mit kombiniertem Elektro- und Verbrennungsmotor.
Auch Gebrauchtwagen waren im vergangenen Jahr weniger gefragt: 7,19 Millionen Besitzumschreibungen entsprachen einem Minus von 1,5 Prozent.
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Motorrad- und Lkw-Verkaufszahlen steigen an
Aufwärts ging es auf dem Motorradmarkt: Gut 158.000 Maschinen wurden neu zugelassen, ein Zehntel mehr als im Vorjahr. Auch bei Lastwagen gab es ein Plus: Rund 322.000 neue Lkw kamen auf die Straßen, fünf Prozent mehr als im Vorjahr.
- Nachrichtenagenturen dpa und Reuters