Aktuelle Branchenanalyse Umsatzeinbußen bei Heimspeichern: Wie entwickeln sich die Preise?

Die Marktbedingungen für Heimspeicher haben sich geändert und zu einem Umsatzeinbruch geführt. Dieser könnte potenziellen Käufern neue Möglichkeiten zur kostengünstigen Energieeinsparung schaffen.
Heimspeicher für Solarenergie sind eine kostspielige Investition. Viele PV- und Steckersolaranlagen-Besitzer haben sich deshalb gegen deren Anschaffung gesträubt. Das könnte sich jetzt ändern. Denn die aktuelle Branchenanalyse des Bundesverbandes Energiespeicher Systeme (BVES) zeigt, dass der Gesamtumsatz der Batteriespeicherbranche im vergangenen Jahr auf 12,5 Milliarden Euro gefallen ist – im Heimspeichersegment lagen die Umsatzeinbußen sogar bei fast 40 Prozent. Diese Entwicklung könnte dazu beitragen, dass Heimspeicher künftig deutlich günstiger angeboten werden, prognostizieren Experten.
Niedrige Energiepreise bremsen Investitionen
Grund für die Entwicklung sind laut Branchenverband die niedrigen Energiepreise, die zu einem geringeren wirtschaftlichen Anreiz für Investitionen in Heimspeicher führen. Zudem sinkt die Attraktivität der Sektorenkopplung im Haushalt. Sie wird laut Analyse insbesondere in Bezug auf Mobilität und Wärme derzeit durch zwei wesentliche Faktoren gebremst: Zum einen stockt der Ausbau der Elektromobilität, zum anderen bewirken Unsicherheiten rund um das Gebäudeenergiegesetz (GEG) Zurückhaltung. Diese Faktoren führen zu vergleichsweise niedrigen Verkaufszahlen sowohl im Bereich Heimspeicher als auch bei Photovoltaik, Wärmepumpen und Wallboxen.
Der Branchenverband räumt jedoch auch ein, dass 2022 und 2023 Rekordjahre in puncto Umsatz bei den genannten Segmenten waren. Demnach seien die Umsätze 2024 eher als normal anzusehen.
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Nichtsdestotrotz möchten viele Hersteller ihre Absätze wieder stärker ankurbeln. Einige Experten gehen daher davon aus, dass die Preise für Heimspeicher sinken, bevor sie dann im Jahresverlauf wieder deutlich ansteigen beziehungsweise sich auf normalem Niveau einpendeln werden. Andere wiederum erwarten keine signifikante Preisänderung, da vor allem der Gewerbemarkt nun verstärkt auf Speicherlösungen setzt.
Im Zuge dessen ist anzumerken, dass trotz der womöglich kurzzeitig sinkenden Preise der Kauf eines Heimspeichers wohlüberlegt sein sollte. Denn die Anschaffungskosten werden weiterhin relativ hoch bleiben, wodurch die Amortisierungsdauer lang bleibt. Zudem lohnen sich laut TÜV-Verband Heimspeicher oftmals nur, wenn ausreichend Strom eingespeichert wird.
- BVES Branchenanalyse 2025
- elektrowirtschaft.de "BVES-Branchenanalyse 2024/25"
- pv-magazin.de "BVES: Heimspeichermarkt bricht ein – Gewerbemarkt wacht auf"