t-online - Nachrichten für Deutschland
t-online - Nachrichten für Deutschland
Such IconE-Mail IconMenü Icon



HomeWirtschaft & FinanzenAktuellesWirtschaft

Insolvenz von Signa Sport United: So steht es jetzt weiter


Tennis-Point und Co.
Nach Benko-Pleite: Nur die Filetstücke wurden gerettet

Von t-online, KON

28.02.2025 - 21:18 UhrLesedauer: 3 Min.
Ein Tennis-Point-Laden in Essen: Für die Sportartikelkette wurden neue Investoren gefunden.Vergrößern des Bildes
Ein Tennis-Point-Laden in Essen (Archivbild): Für die Sportartikelkette wurden neue Investoren gefunden. (Quelle: Fotografie73/imago-images-bilder)
News folgen

Als eine der Folgen der Benko-Pleite musste auch Signa Sports United Insolvenz anmelden – womit auf einen Schlag mehr als 80 Online-Shops vor dem Aus standen. Nur wenige konnten gerettet werden.

Die Signa-Insolvenz löste 2023 eine riesige Kettenreaktion aus – und auf einmal standen die in der Signa Sports United (SSU) gebündelten Online-Shops Tennis-Point, Fahrrad.de und Bikeseter vor dem Aus, um nur einige der über 80 Online-Shops des Unternehmens zu nennen. Zwei Jahre später gibt es das ehemals börsennotierte Unternehmen nicht mehr, einige Jobs konnten aber trotzdem gerettet werden.

Loading...

Mit ihren Tochterunternehmen war die SSU auf den Verkauf von Sportartikeln aller Art spezialisiert. Die Abwicklung des Unternehmens wurde durch die komplexe Verstrickung der einzelnen Unter-Unternehmen erschwert – Insolvenzverwalter Stefan Meyer beschrieb es gegenüber der "Süddeutschen Zeitung" als "eine komplexe und anspruchsvolle Aufgabe"

Investoren sichern sich die guten Stücke

Mit der Tennis-Point GmbH konnte eines der bekanntesten Unternehmen der SSU gerettet werden – und damit auch 700 Jobs. Der weltweit operierende Tennis-Versand war eines der erfolgreichsten Unternehmen von SSU, und deswegen bei möglichen Investoren auch sehr beliebt. Schließlich wurde das Unternehmen im vergangenen Jahr von der Münchner Investorengruppe Orlando Capital V übernommen. Die 700 Jobs bei Tennis-Point wurden so gesichert. Signa war in die Firma erst 2016 eingestiegen, das Unternehmen wurde aber bereits 1999 in Münster gegründet.

Weniger gut sah es für die Internetstores GmbH aus – die ihrerseits über 40 Online-Shops betrieb. Da die Insolvenzverwalter der SSU keinen Käufer für das komplette Unternehmen finden konnten, wurde die von ihm betriebenen Internetseiten einzeln verkauft. So wurden sowohl Bikester als auch Fahrrad.de von René Marius Köhler übernommen. Wie "radmarkt.de" schreibt, hat Köhler allerdings nur die Markenrechte und Domains für einige europäische Märkte der beiden Seiten erworben. Sprich: Die Mitarbeiter wurden dabei nicht übernommen.

Mitarbeiter in Berlin verlieren ihren Job

Ganz ähnlich erging es der Wiggle Chain Reaction Cycles (WCRC) – einem britischen Fahrrad-Shop, der seit 2021 zu SSU gehört hatte. Trotz mehrerer Interessenten wurden, wie "retail-news.de" schreibt, fast alle Angestellten während des Insolvenzverfahrens freigestellt. Obwohl die Seite im März 2024 dann schließlich einen Käufer fand, ging es hier wieder nur um die Markenrechte.

Besonders hat getroffen wurden von der Insolvenz die Tochter-Unternehmen der SSU, die sich nur über Aufträge von anderen SSU-Unternehmen finanziert haben – etwa die Publikat GmbH. Die Internetseite des Logistikers des Signa Unternehmens ist mittlerweile nicht mehr online. Ähnlich schlecht sah es für die Angestellten aus, die direkt bei SSU in Berlin gearbeitet haben. Wie die "Süddeutsche Zeitung" schreibt, waren 185 Menschen für Tätigkeiten in der IT oder bei Personal und Finanzen angestellt. Mit der Liquidation der SSU haben sie ihren Job verloren.

Benko strich 150-Millionen-Millionen-Investition

Der Hauptinvestor der SSU, die Signa Holding GmbH von René Benko, war Ende 2023 in Zahlungsschwierigkeiten. Wegen dieser finanziellen Probleme zog die Signa Holding eine Investition in Höhe von 150 Millionen Euro in die SSU zurück. Kurz darauf meldete das Unternehmen Insolvenz an.

Schon kurz nach dem Börsengang 2021 hatte die Aktie von SSU fast ein Viertel seines Wertes verloren. Wie die "Süddeutsche Zeitung" schreibt, hatte die SSU 1350 Angestellte in ganz Deutschland. Laut eigenen Angaben erreichte das Unternehmen insgesamt fast sieben Millionen Kunden.

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingAnzeigen

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Neueste Artikel



Telekom