Keine Briefe und Pakete am Freitag Post-Warnstreik in Bayern: Zustellung droht Stillstand
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Wer im Freistaat dringend einen Brief oder ein Paket erwartet, muss sich möglicherweise noch etwas länger gedulden. Viele Zusteller streiken am Wochenende.
Im Tarifstreit mit der Deutschen Post AG ruft die Gewerkschaft Verdi an diesem Freitag sowie am Samstag erneut zu Warnstreiks auf. Rund 2.000 Beschäftigte, die in Bayern in der Post-Zustellung arbeiten, werden ihre Tätigkeiten niederlegen, betroffen sind etwa 100 Zustellstützpunkte.
Schwerpunkte der Arbeitsniederlegungen liegen unter anderem in Nürnberg, München und Umgebung. Auch in Straubing, Würzburg und Augsburg wird es zu Beeinträchtigungen in der Zustellung kommen. Die Gewerkschaft will mit den Warnstreiks den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen.
Das fordert Verdi für Postmitarbeitende
"Das vorgelegte Angebot ist völlig unzureichend und würde spürbare Reallohn-Einbußen bedeuten", kritisiert David Merck, Fachbereichsleiter bei Verdi Bayern. Die Gewerkschaft fordert eine Entgeltsteigerung von sieben Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten sowie zusätzliche Urlaubstage für Tarifbeschäftigte und ver.di-Mitglieder.
Das bisherige Angebot der Arbeitgeber sieht dagegen eine Laufzeit von 27 Monaten bis März 2027 vor. Vorgesehen sind Entgelterhöhungen von 1,8 Prozent ab Juli 2025 und weiteren zwei Prozent ab Oktober 2026. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 3. und 4. März angesetzt.
- Pressemitteilung Verdi, 28. Februar 2025