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USA: Kunden hinterlassen fiese Botschaft auf Rechnung statt Trinkgeld


Kellner beleidigt
Kunden hinterlassen abfällige Botschaft auf der Rechnung

Von t-online, sbi

04.04.2025 - 19:45 UhrLesedauer: 2 Min.
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Eine Restaurant-Rechnung (Symbolbild): In einem Lokal wurde ein Mitarbeiter von Gästen gedemütigt, die eine Nachricht an ihn auf der Quittung hinterließen. (Quelle: IMAGO / fStop Images)
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Zwei Leute essen in einem Restaurant am Flughafen. Bevor sie gehen, hinterlassen sie auf der Rechnung eine Nachricht. Diese ist an den Kellner gerichtet, der sie bedient hat. Der Mann ist entsetzt.

Ein Kellner, der am Los Angeles International Airport im Restaurant "Planet Hollywood" gearbeitet hat, war außer sich vor Wut: Zwei Kunden hatten ihm auf der Rechnung eine Nachricht hinterlassen. Und die hatte es in sich: "No tip for illegal. Go back to Mexico" (deutsch: Kein Trinkgeld für Illegale. Gehen Sie zurück nach Mexiko), lautete die handschriftlich hinterlassene Botschaft.

Zu dem Zwischenfall sei es am 21. März gekommen. "Nachdem sie gegangen waren, öffnete ich die Mappe mit der Rechnung und fand die Nachricht", erzählte der Kellner namens Guillermo Ortiz. Er erklärte, dass er nicht einmal Mexikaner, sondern Puerto-Ricaner ist. Jedoch sei seine Frau Mexikanerin. "Es gibt kein Recht, Menschen so zu behandeln", kritisierte er die rassistische Notiz. Bis er gelesen hatte, was auf dem Zettel stand, habe er gedacht, die beiden Kunden seien zufrieden gewesen, berichtet der Fernsehsender KTLA. Das habe sich geändert, als er ihnen die Rechnung brachte. "An der Art, wie sie mich ansahen, konnte ich erkennen, dass etwas nicht stimmte", sagte Ortiz.

Kein Trinkgeld, stattdessen eine Nachricht

In der Rechnung war bereits ein Trinkgeld von 18,5 Prozent enthalten. Kunden können diesen Posten entfernen, wenn sie nicht zufrieden waren. Genau das hätten die Gäste, die von Ortiz bedient worden waren, nach seinen Angaben getan. Und statt des Trinkgeldbetrages fand er die verletzende, hasserfüllte Nachricht. "Ich arbeite seit 2014 als Kellner, das ist das erste Mal, dass mir so etwas passiert ist", sagte Ortiz.

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Das Paar sei zu dem Zeitpunkt bereits weg gewesen. Weil sie bar bezahlt hatten, gebe es keine Möglichkeit, sie aufzuspüren. "Ich bin stolz auf das, was ich tue", fügte er hinzu. "Und mit meinem Job kann ich für meine Kinder sorgen und meine Familie unterstützen.

Ortiz glaubt, dass die aktuelle Situation mit US-Präsident Donald Trump und die politische Rhetorik zur Einwanderung ein solches Verhalten bei manchen Menschen in den USA gefördert habe.

Den Vorfall habe er der Geschäftsleitung von "Planet Hollywood" gemeldet, die Firma prüfe die Angelegenheit. Allerdings werde der Standort am Flughafen Los Angeles bald endgültig schließen – und Ortiz dann wohl erst einmal arbeitslos sein.

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