Ausbruch im August Erster Ebola-Fall in kongolesischer Millionenstadt Goma

Mehr als 1.650 Menschen sind dem jüngsten Ebola-Ausbruch im Kongo schon zum Opfer gefallen. Nun hat das Virus die größte Stadt des Landes erreicht, doch die Behörden sind vorbereitet.
In der kongolesischen Großstadt Goma ist ein erster Ebola-Fall bestätigt worden. Ein Mann sei am Sonntagmorgen in einem Bus aus der Stadt Butembo in der Provinz Nord-Kivu in Goma eingetroffen, teilte das Gesundheitsministerium mit. Ein Ebola-Test sei positiv ausgefallen. Der Mann hatte demnach vor knapp einer Woche erste Symptome einer Infektion.
Das Risiko einer Ausbreitung der tödlichen Krankheit in Goma sei aber gering, erklärte das Ministerium. Der Mann und die 18 anderen Passagiere des Busses seien schnell identifiziert worden. Die Passagiere und der Busfahrer würden nun gegen Ebola geimpft. Das ostkongolesische Goma mit rund einer Million Einwohnern ist bislang die größte Stadt des Landes, in der ein Ebola-Fall registriert wurde.
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In der Demokratischen Republik Kongo war im August eine Ebola-Epidemie ausgebrochen. Laut Angaben des Gesundheitsministeriums vom Wochenende starben bislang mehr als 1.650 Menschen an den Folgen der Krankheit. Mehr als 690 Patienten konnten demnach geheilt werden. Erschwert wird der Kampf gegen Ebola durch Angriffe bewaffneter Milizen auf Behandlungszentren.
- Nachrichtenagentur AFP