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Mietwagen-Kunden auf Mallorca abgezockt: Betrugsmasche entlarvt


Details entlarven Betrugsmasche
Mietwagen-Kunden auf Mallorca abgezockt

Von t-online, sbi

Aktualisiert am 04.04.2025 - 17:31 UhrLesedauer: 2 Min.
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Mietwagen-Schalter am Flughafen Palma de Mallorca (Archivbild): Mehrere Goldcar-Kunden erhielten falsche Knöllchen. (Quelle: IMAGO / MiS)
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Eine Familie aus Deutschland benutzt auf Mallorca einen Mietwagen. Als sie zurück in der Heimat ist, flattert ein Brief der spanischen Verkehrsbehörde ins Haus – mit überraschendem Inhalt.

Nicole Welzel und ihr Mann erhielten Ende Februar einen überraschenden Brief von der spanischen Verkehrsbehörde DGT. Darin wurde dem Ehepaar aus Trier vorgeworfen, auf einer Straße statt der erlaubten 50 km/h mit 76 km/h unterwegs gewesen zu sein. Dafür sollten die Welzels 200 Euro Strafe zahlen. Das Schreiben habe sich auf einen Zeitraum bezogen, in dem die Familie – das Paar hat ein gemeinsames Kind – noch auf Mallorca lebte und einen Mietwagen des Anbieters Goldcar genutzt hatte, berichtet die "Mallorca Zeitung".

Was das Paar jedoch wunderte: An dem Tag, als es zu der angeblichen Geschwindigkeitsübertretung gekommen sein soll, hatten sie das Auto gar nicht benutzt, schilderte Nicole Welzel. Allerdings seien sie und ihr Mann stutzig geworden, weil auf dem Strafzettel alle Angaben gestimmt hätten. Der eingetragene Fahrer sowie alle persönlichen Daten waren korrekt.

"Tatort" existiert nicht

Der entscheidende Hinweis, dass es sich möglicherweise um Betrug handeln könnte, sei dann von Freunden der Welzels auf Mallorca gekommen: Die hatten festgestellt, dass die Option fehlte, nur die Hälfte der Strafe zu bezahlen, wenn diese umgehend beglichen wird. Und sie entdeckten weitere Unstimmigkeiten: Die Straße M-404, auf der die Familie zu schnell gefahren sein soll, existiert nicht auf Mallorca, zudem war das Foto im Schreiben ungewöhnlich verschwommen.

Bei Recherchen im Internet stieß Nicole Welzel auf mehrere Berichte anderer Goldcar-Kunden mit ähnlichen Erfahrungen: Bei den Betroffenen wiederholte sich das Muster genau wie bei den Welzels. Auch andere Nutzer gaben an, angeblich mit 76 km/h statt den erlaubten 50 km/h geblitzt worden zu sein.

Goldcar beteuert: "Keine Datenweitergabe"

Nicole Welzel kontaktierte daraufhin die Verkehrsbehörde DGT, Goldcar und die Ortspolizei in Palma. Die DGT bestätigte, dass es sich um einen Betrug handelt, und riet dringend davon ab, zu zahlen. Auch Goldcar vermutete zunächst ein Datenleck innerhalb des Unternehmens und versprach eine interne Prüfung. Ein Sprecher beteuerte, dass es "keine Datenweitergabe seitens Goldcar" gegeben habe. Zudem laufen polizeiliche Ermittlungen dazu, wer der Urheber der falschen Strafzettel ist. Die Welzels haben dank ihrer Vorsicht die geforderte Strafe nicht bezahlt.

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