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Österreich schließt Grenzübergänge wegen Maul- und Klauenseuche


"Nicht notwendige Reisen unterlassen"
Gefahr durch Seuche – Österreich schließt Grenzübergänge

Von t-online, sbi

Aktualisiert am 03.04.2025 - 20:45 UhrLesedauer: 2 Min.
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Kampf gegen Ausbreitung der Maul- und Klauenseuche: Am Grenzübergang D2 Breclav-Kuty in der Slowakei wurden Desinfektionsmatten für Lastkraftwagen installiert. (Quelle: Šálek Václav/CTK/dpa)
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Seit März sind mehrere Fälle der Maul- und Klauenseuche in Ungarn und der Slowakei aufgetreten. Landwirte in Österreich blicken mit Sorge auf die Entwicklung – und fordern Maßnahmen.

Zur Eindämmung der Maul- und Klauenseuche (MKS) tritt am Samstag in Österreich eine neue Verordnung in Kraft. In diesem Zusammenhang sollen insgesamt 23 Grenzübergänge in Richtung Ungarn und Slowakei geschlossen werden, an denen jeglicher Übertritt verboten sein wird, teilte die Landespolizeidirektion mit. Die Maßnahme soll voraussichtlich bis zum 20. Mai dauern, berichtet der Österreichische Rundfunk (ORF).

Betroffen sind bislang die Grenzübergänge in den Bezirken Neusiedl am See, Mattersburg und Oberpullendorf. Eine komplette Übersicht gibt es auf der Webseite der Landwirtschaftskammer Österreich. Die Überwachung der Übergänge werde von der Polizei in unterschiedlicher Stärke und Intensität durchgeführt. Weitere Details wurden nicht bekannt gegeben. Die großen Grenzübergänge wie Nickelsdorf und Kittsee bleiben demnach offen.

Existenzbedrohendes Risiko

Bis Donnerstagnachmittag habe es noch keinen positiven MKS-Fall in Österreich gegeben, sagte der Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich, Nikolaus Berlakovich. Jedoch würden die Ausbrüche der Seuche in Ungarn und der Slowakei ein existenzbedrohendes Risiko für Tierhaltungsbetriebe im Burgenland darstellen. Ferner wandte sich Berlakovich mit der Bitte an die Bevölkerung, "nicht unbedingt notwendige Reisen in die betroffenen Gebiete zu unterlassen". Auch sollten etwa keine fremden Ställe betreten und keine Speisereste an Nutztiere verfüttert werden.

Ungarn und die Slowakei melden seit Mitte März immer wieder MKS-Ausbrüche – und zwar direkt an der Grenze zu Österreich, berichtet das Landwirtschafts-Portal "TopAgrar". Landwirte hatten deshalb bereits einen Stopp des Lkw-Transitverkehrs durch Österreich aus der Slowakei und Ungarn gefordert. Laut dem österreichischen Gesundheitsministerium lasse das EU-Recht dies aber nicht zu, heißt es bei "TopAgrar" weiter. Käme es in Österreich zu einem Ausbruch der Maul- und Klauenseuche, wären allein im Burgenland rund 1.338 Betriebe betroffen.

Verwendete Quellen

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