"Nicht von Soldaten wählbar" AfD will General entmachten, weil er vor der Partei warnte
Untersuchung bei der Bundeswehr: Die AfD fordert die Suspendierung eines hochrangigen Generals, der Offizier soll vor den Rechtspopulisten gewarnt haben. Der Vorwurf wird untersucht.
Das Verteidigungsministerium untersucht einem Bericht der "Welt" zufolge, ob Generalmajor Reinhardt Zudrop vor der AfD gewarnt und damit gegen das Soldatengesetz verstoßen hat. Eine Sprecherin des Ministeriums habe bestätigt, dass Zudrop sich "im Rahmen einer vertraulichen Mitarbeiterversammlung" zu dem Fall geäußert habe, berichtete die Zeitung weiter.
Ob es sich bei den Befragungen durch das Ministerium bereits um ein Disziplinarverfahren oder vorgeschaltete Verwaltungsermittlungen handelt, habe die Sprecherin "aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes" nicht mitteilen wollen. Die Vorwürfe gegen Zudrop würden aber "sehr ernst genommen und geprüft".
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Die AfD hatte in einem Schreiben an das Verteidigungsministerium die Suspendierung Zudrops gefordert. Laut einer Eingabe an den Wehrbeauftragten habe der Offizier die AfD "vor versammelter Mannschaft" sinngemäß als keine "von Soldaten wählbare Partei" bezeichnet, schrieb der AfD-Bundestagsabgeordnete Rüdiger Lucassen, Obmann im Verteidigungsausschuss, in seinem Brief.
- Nachrichtenagentur dpa-AFX