Erfolge auf dem Land Das sind die AfD-Hochburgen in Hessen und in Bayern

Die AfD verzeichnete bei den Landtagswahlen in Hessen und Bayern deutliche Zugewinne. t-online zeigt die Wahlkreise, in denen die meisten Menschen die Partei gewählt haben.
Bei den Landtagswahlen in Hessen und Bayern konnte die Alternative für Deutschland (AfD) ihre jeweils besten Wahlergebnisse einfahren. In Hessen holte die rechtspopulistische Partei 18,4 Prozent der Stimmen und erreichte damit Platz zwei hinter der CDU. In Bayern landete die AfD mit 14,6 Prozent der Stimmen auf dem dritten Platz.
Auffällig dabei: Die AfD hat in fast allen Wahlkreisen stark hinzugewonnen, vor allem bei der Zweitstimme. Dennoch fällt die Zustimmung nicht überall gleich hoch aus. Die Hochburgen der AfD sind demnach sowohl in Hessen als auch in Bayern in eher ländlich geprägten Regionen zu finden.
In Hessen erhielt die AfD im Wahlkreis Wetterau II mit 27,2 Prozent der Zweitstimmen ihr höchstes Ergebnis. Im Wahlkreis Lahn-Dill I erzielte sie einen Anteil von 26,9 Prozent und im Wahlkreis Schwalm-Eder II 26,2 Prozent. Im Kreis Frankfurt am Main IV kam die AfD am schlechtesten bei den Wählern an und erhielt nur 6,7 Prozent der Stimmen.
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In Bayern konnte die AfD im Wahlkreis Günzburg die meisten Wähler für sich einnehmen, 23 Prozent stimmten für sie. Mit 21,8 Prozent der Zweitstimmen war Freyung-Grafenau für die AfD der zweiterfolgreichste Wahlkreis, kurz darauf gefolgt von Cham mit 21,2 Prozent der Stimmen. Im Wahlkreis München-Schwabing waren die Wähler der Partei am wenigsten zugetan – nur 6,7 Prozent stimmten für die AfD.
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Im hessischen Landtag wird die AfD künftig mit 28 Sitzen vertreten sein. In Bayern erhält die Partei 32 Sitze.
In beiden Fällen ist eine Regierungsbeteiligung der Rechtspopulisten ausgeschlossen. Sowohl die CDU als auch die CSU lehnen eine Koalition mit der AfD ab. Zudem bieten sich für die Christdemokraten genügend andere Koalitionspartner an, wie etwa die SPD oder die Grünen in Hessen und die Freien Wähler in Bayern.
- Hessisches Statistisches Bundesamt
- Bayerisches Landesamt für Statistik