Viele Sachbeschädigungen Linksextreme Straftaten steigen um 40 Prozent
Im vergangenen Jahr haben Linksextreme deutlich mehr Straftaten begangen als im Jahr zuvor. Auch versuchte Tötungsdelikte wurden vermerkt. Die CDU mahnt, die linke Szene nicht aus den Augen zu verlieren.
Die Zahl von linksextremistisch motivierten Straftaten ist Medieninformationen zufolge im Jahr 2019 deutlich gestiegen: Eine interne Aufstellung des Bundesamts für Verfassungsschutz verzeichne einen Anstieg um rund 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie die "Welt" berichtete. Im Jahr 2019 seien 6.449 solcher Delikte registriert worden, um Jahr 2018 waren es demnach 4.622.
Der Analyse zufolge nahmen vor allem die Fälle von Sachbeschädigungen und Brandstiftungen zu, berichtet die "Welt". In zwei Fällen sei es 2019 zu versuchten Tötungsdelikten gekommen, im Jahr zuvor sei keines registriert worden. Bei Körperverletzungen sei die Zahl zurückgegangen. Einen besonders deutlichen Anstieg von Gewaltdelikten habe es in Sachsen, Berlin und Brandenburg gegeben.
Entwicklungen seien "besorgniserregend"
Bundesweit rechnete der Verfassungsschutz im vergangenen Jahr 33.500 Menschen dem linksextremistischen Spektrum zu, wie die "Welt" schrieb. 2018 waren es noch 32.000. Die Zahl der als gewaltorientiert eingestuften Linksextremisten sei um 2,2 Prozent auf 9.200 Menschen gestiegen.
Der Innenexperte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Mathias Middelberg, stufte die Entwicklung als "besorgniserregend" ein. "Der Kampf gegen Rechtsextremismus und Islamismus darf nicht dazu führen, dass der Linksextremismus aus dem Fokus gerät", erklärte er in Berlin. "Sicherheitsbehörden und Justiz müssen auch die Bekämpfung des Linksextremismus bundesweit ernst nehmen."
- Nachrichtenagentur AFP