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Taiwan: Eskaliert der Konflikt mit China? Experte analysiert aktuelle Lage


Krieg um Taiwan?
"Das macht die Lage so brandgefährlich"


Aktualisiert am 26.03.2025 - 18:09 UhrLesedauer: 9 Min.
Chinesische Soldaten (Archivbild): Der Konflikt Pekings mit Taiwan kann nur gemanagt werden, sagt Stephan Thome.Vergrößern des Bildes
Chinesische Soldaten (Archivbild): Der Konflikt Pekings mit Taiwan kann nur gemanagt werden, sagt Stephan Thome. (Quelle: Yu Haiyang/Costfoto/dpa)
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Jederzeit könnte Chinas Konflikt mit Taiwan hochkochen – und weltweites Chaos verursachen. Taiwan-Experte Stephan Thome analysiert den Krisenherd.

Taiwan ist eine kleine Demokratie, die einen mächtigen Feind hat: China unter der Kommunistischen Partei. Das ist nicht zuletzt deshalb brisant, weil die moderne Weltwirtschaft ohne Halbleiter aus Taiwan nicht mehr denkbar ist. Seit Jahrzehnten besteht der Konflikt Pekings gegen Taiwan, zu jedem Zeitpunkt könnte die Krise eskalieren – erst recht in Zeiten eines Donald Trump.

Stephan Thome lebt in Taiwan, letztes Jahr hat der deutsche Autor das Buch "Schmales Gewässer, gefährliche Strömung. Über den Konflikt in der Taiwanstraße" veröffentlicht. Im Gespräch erklärt Thome, warum China Taiwans Existenz nicht erträgt, wie Pekings Griff nach der Insel aussehen könnte und wie Donald Trump auch diese Weltregion in Unsicherheit stürzt.

t-online: Herr Thome, gerade mal 130 Kilometer trennen Taiwan vom chinesischen Festland, dort hat die Volksrepublik China starke militärische Kräfte konzentriert, um die Inselrepublik einzuschüchtern. Wie lebt es sich auf Taiwan angesichts dieser alltäglichen Bedrohung?

Stephan Thome: Niemand kann mehr als 75 Jahre in permanenter Angst leben. So lange dauert diese Bedrohung ja schon an. Das ist psychologisch unmöglich. Viele Menschen hier haben sich daher an die zahlreichen Nadelstiche Chinas gewöhnt, andere haben beschlossen, sie zu ignorieren. Einige glauben auch nicht mehr, dass sich die Lage noch einmal zuspitzen könnte. Als deutsche Journalisten nach dem Ende der Corona-Beschränkungen wieder einreisten, wunderten sich manche, warum die Leute hier in Taipeh in den Cafés und nicht in den Bunkern saßen.

Droht ein Krieg in der Straße von Taiwan?

Die Kriegsgefahr ist zweifellos gegeben. Es wird auch seitens der Regierung Taiwans für den Ernstfall vorgesorgt, etwa durch Zivilschutzübungen. Aber der Krieg kann abgewendet werden, wenn die beteiligten Akteure dafür sorgen. Wirklich lösen lässt sich der Konflikt Chinas mit Taiwan jedoch nicht, sondern nur managen. Zumindest im Augenblick.

Was meinen Sie mit managen?

Die einzige echte Lösung bestünde darin, dass China seine Ziele durchsetzt und Taiwan beherrscht. Das kann aber niemand wollen. Insofern muss der Konflikt durch beständiges Taktieren eingehegt werden, der Status quo muss also gehalten werden. Besser wäre es natürlich, China würde dazu gebracht, seine beständigen Einschüchterungsversuche Taiwans und die Aushöhlung des Ist-Zustands einzustellen.

US-Präsident Donald Trump hat in den ersten Wochen seiner zweiten Amtszeit viel diplomatisches Porzellan zerbrochen, die Ukraine und die US-Verbündeten in Europa geschockt. Glaubt man in Taiwan immer noch, dass die Vereinigten Staaten zu Hilfe eilen, falls China die gewaltsame Übernahme der Insel versucht?

Die USA wissen selbst nicht, ob sie Taiwan verteidigen würden. Trumps Verhalten ist unberechenbar, das macht die Lage so brandgefährlich. Der russische Überfall auf die Ukraine 2022 war für Taiwan Schock und Weckruf zugleich, Ähnliches gilt für Trumps Abkehr von der Ukraine und Europa heute. Viele Menschen hier befürchten, es könne Taiwan bald ebenso ergehen.

Peking hat derzeit mit wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen, zugleich greift Trump wieder zum Mittel der Strafzölle gegen China. Wie schätzen Sie die aktuelle Kriegsgefahr ein?

Akut ist sie derzeit nicht. China spürt die Abkühlung der Wirtschaft, zugleich ist die Führung wegen Trump und dessen Strafzöllen auf der Hut. Im Moment wartet Peking erst einmal ab, wie die amerikanische China-Politik über die Strafzölle hinaus aussehen wird. Außerdem gibt es auch noch das Wettrennen zwischen China und den USA im Bereich von Halbleitern und Künstlicher Intelligenz. Eventuell müsste China gar nicht allein auf eine militärische Invasion der Insel setzen, sondern könnte auf andere Weise versuchen, Taiwan unter Kontrolle zu zwingen.

Zur Person

Stephan Thome, Jahrgang 1972, ist freier Schriftsteller, Sinologe und promovierter Philosoph. Sein Roman "Grenzgang" war 2009 für den Deutschen Buchpreis nominiert, dessen Verfilmung erhielt 2014 den Grimme-Preis. Nach "Gebrauchsanweisung für Taiwan" (2021) veröffentlichte Thome im September 2024 das Sachbuch "Schmales Gewässer, gefährliche Strömung. Über den Konflikt in der Taiwanstraße". Thome lebt derzeit in der taiwanesischen Hauptstadt Taipeh.

Was wäre denkbar? In Ihrem Buch "Schmales Gewässer, gefährliche Strömung" erörtern Sie mehrere Szenarien.

Das Regime in Peking gibt sich ziemlich überzeugt, dass es die Zeit auf seiner Seite hat, dass die "Wiedervereinigung" historisch geradezu zwangsläufig kommen wird. Eine Mischung aus Wirtschaftssanktionen, diplomatischem Druck und Drohgebärden, gepaart mit Desinformationskampagnen und dem Anheizen von innenpolitischen Streitigkeiten in Taiwan könnte durchaus effektiv sein und die Bevölkerung mürbe machen.

Was aber, wenn es nach Xi Jinping schneller gehen soll?

Selbst dann ist eine militärische Invasion nicht unbedingt die erste Wahl. Taiwans Geografie begünstigt eher die Verteidiger als die Angreifer, es gibt zum Beispiel kaum für Truppenlandungen geeignete Strände. Russlands Krieg gegen die Ukraine hat demonstriert, dass ein militärischer Angriff schnell schiefgehen kann. Schon allein die Überquerung der Taiwanstraße wäre mit enormen Risiken behaftet. Es gibt aber noch einen anderen Weg: Rund zweimal im Jahr führt die Volksbefreiungsarmee Manöver in der Taiwanstraße durch. Dabei waren in den vergangenen Jahren nicht mehr nur chinesische Marineeinheiten beteiligt, sondern zunehmend auch die Küstenwache.

Deutet das eher auf die Vorbereitung einer Blockade als auf eine Invasion hin?

Das wäre eine Erklärung. Vielleicht bereitet sich China tatsächlich auf eine Quarantäne oder Blockade Taiwans vor. Das könnte die nächste Eskalation sein, es wäre eine Art Test. Peking könnte herausfinden: Wie reagieren internationale Reedereien darauf? Wie laut wäre der Protest in Taipeh, Washington, Tokio und Europa? Womit käme China durch?

Würde Xi Jinping, ähnlich wie Putin es bezüglich der Ukraine tut, pseudohistorische Propaganda bemühen, um ein solches Vorgehen zu rechtfertigen?

Das geschieht bereits. Peking behauptet kategorisch, dass Taiwan zur Volksrepublik China gehört und die Küstenwache daher befugt ist, in den umliegenden Gewässern zu operieren.

Warum hält Peking derart verbissen an Taiwan fest? Ist es das demokratische Erfolgsprojekt in der direkten Nachbarschaft, das Peking so provoziert?

Zwei Faktoren sind maßgeblich: Zunächst einmal spielt der großchinesische Nationalismus eine wichtige Rolle. Die Kommunistische Partei ist angetreten, alle Gebiete, die einmal zu China gehört haben, wieder unter ihre Kontrolle zu bringen. Mit Macau und Hongkong ist das geglückt, jetzt ist Taiwan das Stück Land, das noch fehlt. Die Tatsache, dass Taiwan eine florierende Demokratie ist, ist dem Regime natürlich auch ein Dorn im Auge.

Und der zweite Faktor?

Hier geht es um handfeste geopolitische Gründe, also darum, dass Taiwan mit seiner Lage direkt vor der chinesischen Küste einen großen strategischen Wert besitzt.

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Als "unsinkbaren Flugzeugträger" hat der legendäre US-General Douglas MacArthur Taiwan einmal bezeichnet.

Taiwan ist für China das, was das sozialistische Kuba unter Fidel Castro für Amerika war: Provokation und Bedrohung zugleich. Würde China Taiwan kontrollieren, besäße es eine viel stärkere Machtposition im westlichen Pazifik. Dort beginnt die Philippinensee, eines der tiefsten Meere der Welt, bisher ein sicheres Rückzugsgebiet für die amerikanische Marine. Der Westpazifik ist die wirtschaftlich dynamischste Region der Welt, ein Drittel des globalen Seehandels geht durch diese Gewässer, das Geostrategische verbindet sich also mit dem Ökonomischen.

Hat China es auch auf die hochmoderne Halbleiterindustrie Taiwans abgesehen?

Der Gedanke wirkt bestechend, Taiwan im Handstreich einzunehmen und sich damit eine Chipindustrie der Spitzenklasse unter den Nagel zu reißen. So einfach ist es aber nicht. Bei der Recherche zu meinem Buch habe ich mit verschiedenen Fachleuten gesprochen, die mir versicherten, dass der Betrieb einer Halbleiterfabrik eine hochkomplizierte Angelegenheit ist, die sich nicht ohne Weiteres übernehmen lässt. Es bedarf eng getakteter, hochspezifischer Lieferketten, man benötigt ganz bestimmte Zulieferer: Die bestehen im Moment allesamt aus Firmen aus Ländern, die mit den USA verbündet oder verpartnert sind, wie Japan oder verschiedene europäische Nationen. Im Kriegsfall würden die Fabriken ohnehin wahrscheinlich in Mitleidenschaft gezogen. Den begehrlichen Blick auf die Chipindustrie Taiwans schließe ich daher als Kriegsgrund aus. Es gibt aber noch einen anderen Aspekt.

Welchen?

Unter Joe Biden haben die USA strikte Exportkontrollen erlassen, um China von den Halbleiter-Lieferketten und der Versorgung mit Chips aus Taiwan auszuschließen. Gleichzeitig sind die USA selbst von Taiwans Chips ganz und gar abhängig. China könnte sich also eines Tages sagen: Wir kriegen ohnehin keine Halbleiterprodukte aus Taiwan, dann sollten wir dafür sorgen, dass die USA auch keine mehr bekommen – etwa durch eine Invasion. Diese Dynamik wird meines Erachtens oft unterschätzt.

Im Falle der Ukraine hat der Westen die Entschlossenheit des russischen Regimes zum Krieg unterschätzt. Gibt es denkbare ideologische Gründe für ein ähnliches Verhalten Chinas gegenüber Taiwan?

Grundsätzlich steigt die Gefahr von irrationalem Verhalten in einem politischen System bei zunehmender Konzentration von Macht bei einer Person. Eine Form von kollektiver Führung gibt es in der Kommunistischen Partei nicht mehr, Xi Jinping hat alle Zügel in der Hand. Xi ist nun 71 Jahre alt, er scheint nicht von der Macht lassen zu wollen. Mittlerweile dürfte ihm zunehmend klar werden, dass er sterblich ist, allerdings möchte er unbedingt als der Mann in die Geschichte eingehen, der China wiedervereinigt hat. Das könnte eines Tages tatsächlich den Ausschlag geben.

Weil Xi sich mit Mao Zedong misst, der 1949 die Volksrepublik gegründet hat?

Alles andere als die "Befreiung" Taiwans würde neben Maos Leistungen verblassen. Wenn Xi die Chance sieht, wird er in starke Versuchung geraten. Lieber sähe er eine friedliche Wiedervereinigung, kein Zweifel, aber notfalls wird China auch Gewalt anwenden.

Noch mal zurück zum Szenario einer Isolierung Taiwans durch die chinesische Küstenwache: Wie würde Peking dabei vorgehen?

China würde bestimmte Zollbestimmungen erlassen und seine Küstenwache entsenden, um sie durchzusetzen. Falls die USA dagegen Flugzeugträger, Kreuzer und Zerstörer aufbietet – weil ihre eigene Küstenwache dort nicht präsent ist –, könnte Peking die USA als den eigentlichen Aggressor hinstellen. Ähnlich wie in der Kuba-Krise 1962 könnte daraus ein hochgefährlicher Tanz entstehen. Nur sitzt im Weißen Haus derzeit nicht der begabteste Tänzer. Solche Konfrontationen bergen immer die Gefahr von impulsivem Verhalten und Überreaktionen.

Trump zeigt neoimperialistische Tendenzen, er droht etwa Dänemark und möchte den USA Grönland einverleiben. Was trauen Sie ihm vor dem Hintergrund der Dauerkrise um Taiwan zu?

Trump ist erstens völlig unberechenbar und zweitens hegt er eine große Bewunderung für Diktatoren wie Putin und Xi Jinping. Sein Verständnis von Politik ist reduktionistisch und nur auf bilaterale Handelsbilanzen bedacht. Amerikas Stärke im pazifischen Raum beruhte immer auf einer klugen Bündnispolitik, zu der Trump nicht fähig ist. Globale Verantwortung scheint das Land nicht länger übernehmen zu wollen. Das alles spielt China in die Hände.

Gesetzt den Fall, dass Trump wie gegenüber Putin im Fall der Ukraine gleich sämtliche Trümpfe für Verhandlungen aus der Hand gäbe: Was wären denkbare Konsequenzen?

Wenn sich China durchsetzt und die USA Taiwan fallen ließen, wäre das eine echte "Zeitenwende". Die Katastrophe wäre komplett: China wäre die alleinige Ordnungsmacht im pazifischen Raum und letztlich die Weltmacht Nummer eins, weil Peking dann über den Westpazifik herrschen würde. Die gesamte Sicherheitsarchitektur der Region würde sich auflösen. Alle umliegenden Länder – von Japan, Südkorea, den Philippinen bis hinunter nach Australien – würden sich die Frage stellen: Sind wir noch sicher unter dem amerikanischen Schutzschirm?

Ihnen erginge es wie derzeit den Europäern.

So ist es! Zugleich müssen sich aber auch die USA derzeit die Frage stellen: Wollen wir wirklich nur die Nummer zwei sein? Diese Denkweise ist in der DNA der Vereinigten Staaten eigentlich nicht vorhanden. Im derzeitigen Status quo sind die USA immer noch die wichtigste Ordnungsmacht, weil sie über ein Netz von Allianzen und Bündnissen in der Region verfügen. Damit kann es aber schnell vorbei sein, falls Trump weiter poltert.

Chinas Marine hat diejenige der USA zahlenmäßig überholt, das Ziel der Volksrepublik besteht darin, die Vereinigten Staaten spätestens 2049 als Weltmacht auf den zweiten Platz zu verweisen. Wie stehen Pekings Chancen?

Bis dahin vergeht noch einige Zeit. Grundsätzlich gesehen sind die Vereinigten Staaten ein innovatives System, im autokratischen China muss man sich hingegen jederzeit nach oben absichern. In letzter Zeit sind zudem gleich mehrere hohe chinesische Generäle und sogar der Verteidigungsminister abgesetzt worden, vermutlich im Zusammenhang mit Korruption. Xi Jinping hat also gute Gründe, seinen Streitkräften zu misstrauen, und das tut er auch. Die rückläufige Bevölkerungsentwicklung wird die wirtschaftlichen Probleme in den kommenden Jahren weiter verstärken. Das alles spricht dagegen, dass Peking seine Ziele erreichen wird.

Was können die Europäer tun, um China von gefährlichen Manövern abzuhalten?

China hat ein großes Interesse am Handel mit Europa, vor allem mit Deutschland. Gerade jetzt, wo es ökonomische Probleme gibt und die Beziehungen zu den USA sich abkühlen. Diese Chance muss man nutzen, denn dadurch besitzt Europa durchaus Druckmittel, um auf China einzuwirken. Viele Menschen hier in Taiwan wünschen sich, dass Deutschland und die EU mithelfen, eine glaubhafte Abschreckung an die Adresse Chinas gerichtet aufzubauen. Weniger militärisch, eher ökonomisch.

China verhängt gerne wirtschaftliche Strafen zur Disziplinierung, wie es etwa Litauen erfahren hat.

Wenn die EU geschlossen auftritt, kann sie dem standhalten, auch das hat das Beispiel Litauen gezeigt. Peking muss vor die Wahl gestellt werden, ob es weiter Taiwan bedrohen oder konstruktive Beziehungen zur EU haben will.

Eine letzte Frage: Zurzeit sind China und Russland aufgrund ihrer Feindschaft zum Westen einander zugetan, dabei waren weite Gebiete des heutigen Russlands früher chinesisch. Ist die Freundschaft zwischen Peking und Moskau wirklich so "grenzenlos", wie Xi und Putin behaupten?

Die Beziehungen zwischen China und Russland sind derzeit zwar gut, aber in der chinesischen Bevölkerung gibt es auch viel Misstrauen. Im Internet hört man immer wieder Stimmen, die das heute als "Russische Mandschurei" bekannte Gebiet – immerhin viermal so groß wie die Bundesrepublik – zurückfordern. Die Regierung tut das nicht, aber auch das könnte sich eines Tages ändern.

Herr Thome, vielen Dank für das Gespräch.

Verwendete Quellen
  • Persönliches Gespräch mit Stephan Thome via Videokonferenz
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