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Samenbomben basteln – so bringen Sie die Natur zum Blühen


Gartenwissen
Samenbomben basteln – so bringen Sie die Natur zum Blühen

Bettina Wolf

26.03.2025Lesedauer: 2 Min.
Samenbomben sind schnell gemacht.Vergrößern des Bildes
Samenbomben sind schnell gemacht. (Quelle: IMAGO / blickwinkel)
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Ein kleines bisschen Erde, ein paar Samen – und schon wächst etwas Großes. Mit Samenbomben verwandeln Sie graue Ecken in bunte Blühoasen.

Samenbomben sind mehr als nur eine schöne DIY-Idee – sie sind ein aktiver Beitrag zum Umweltschutz. Aus Ton, Erde und Saatgut werden kleine Kugeln geformt, die überall dort ausgeworfen werden können, wo es etwas grüner und allgemein bunter werden darf. Besonders beliebt sind sie in Städten, auf Brachflächen oder im eigenen Garten. Sie fördern die Artenvielfalt, machen Spaß beim Basteln und sind ein tolles Projekt für Kinder und Erwachsene.

So funktionieren Samenbomben

Für die Grundmischung benötigen Sie:

  • Drei Teile Tonerde (z. B. Heilerde oder Lehmpulver)
  • Ein Teil Blumenerde (am besten ungedüngt)
  • Ein Teil Saatgut (z. B. Wildblumen, Kräuter oder spezielle Bienenmischungen)
  • Wasser zum Anfeuchten
  • Eine Schüssel, Handschuhe und eventuell einen Löffel oder Eisportionierer

So funktioniert’s:

  1. Vermengen Sie Tonerde, Blumenerde und Samen in einer großen Schüssel.
  2. Geben Sie nach und nach Wasser hinzu, bis eine gut formbare Masse entsteht. Diese sollte feucht, aber nicht matschig sein.
  3. Formen Sie kleine Kugeln – etwa in der Größe einer Marone.
  4. Lassen Sie sie auf Zeitungspapier mehrere Tage an der Luft trocknen.
  5. Lagern Sie die fertigen Samenbomben anschließend trocken und luftig, bis sie verwendet werden.

Mit einer Portion von circa 300 g Tonerde, 100 g Blumenerde und 50 g Samen erhalten Sie rund 20–30 Samenbomben – je nach Größe. Kleinere Kugeln eignen sich gut für Balkonkästen oder als Geschenk, größere für wilde Flächen oder den Garten.

Richtiger Ort und Zeit zum Auswerfen

Samenbomben wirken am besten auf offenen, unversiegelten Böden. Ideal sind unbepflanzte Stellen im Garten, kahle Grünstreifen, Brachflächen oder große Blumentöpfe. Besonders gut keimen die Samen nach einem Regenschauer, wenn der Boden gut durchfeuchtet ist. Auch im Balkonkasten können Sie die Kugeln auslegen – hier dürfen sie gerne mit Wasser gegossen werden. Die beste Zeit zum Auswerfen ist das Frühjahr (März bis Mai), alternativ auch der Herbst. Dann keimen die Samen im nächsten Frühling.

Welche Samenmischung wofür? Verschiedene Rezepte im Überblick

Nicht jede Samenbombe passt zu jedem Ort – mit der richtigen Mischung holen Sie das Beste aus Standort und Jahreszeit heraus. Hier ein paar erprobte Rezepte:

  • Für sonnige Plätze und wilde Wiesen: Ringelblume, Mohn, Kornblume, Margerite, Glockenblume, Lavendel
  • Für schattige Orte und Waldränder: Waldmeister, Farn, geflecktes Lungenkraut
  • Für Bienen und Schmetterlinge: Borretsch, Sonnenhut, Phacelia
  • Für Kräuterbomben im Balkonkasten: Kresse, Basilikum, Thymian
  • Für haustierfreundliche Samenbomben (ungefährlich für Hund und Katze): Kamille, Kornblume, Sonnenblume

Achten Sie darauf, ausschließlich heimische und nicht-invasive Samenarten zu verwenden – so unterstützen Sie gezielt die lokale Artenvielfalt und vermeiden Probleme mit unerwünschter Ausbreitung.

Verwendete Quellen
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