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Wie Sarkopenie die Lebenserwartung beeinflusst


Muskelschwund im Alter
Wie Sarkopenie die Lebenserwartung beeinflusst


02.04.2025 - 09:13 UhrLesedauer: 2 Min.
Frau beim Arzt: Schwindet im Alter die Muskulatur und lässt an Kraft und Funktion nach, ist das meist nicht auf den ersten Blick zu erkennen.Vergrößern des Bildes
Schwindet im Alter die Muskulatur und lässt an Kraft und Funktion nach, ist das meist nicht auf den ersten Blick zu erkennen. (Quelle: ljubaphoto/getty-images-bilder)
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Nimmt mit zunehmendem Alter die Muskelmasse immer weiter ab, kann das spürbare Folgen haben – und auch die Lebenserwartung beeinflussen.

Die altersbedingte Abnahme von Muskelmasse und Muskelkraft und deren Folgen können nicht nur die Lebensqualität, sondern auch die Lebenserwartung beeinträchtigen. Mindestens jeder zweite über 80-Jährige ist von der sogenannten Sarkopenie betroffen. Doch was genau steckt hinter diesem Phänomen – und lässt sich etwas dagegen tun?

Was ist Sarkopenie?

Unter Sarkopenie verstehen Fachleute den fortschreitenden Verlust von Muskelmasse, -kraft und -funktion, der sich vor allem im höheren Alter bemerkbar macht. Er beginnt jedoch bereits viel früher: Schon etwa ab dem 30. Lebensjahr baut der Körper ungenutzte Muskulatur allmählich in Fettgewebe um. Ohne Gegenmaßnahmen verlieren Menschen so jedes Jahr bis zu 1,3 Prozent ihrer Muskelmasse.

Faktoren wie ein vorrangig sitzender Lebensstil in Kombination mit Bewegungsmangel, eiweißarmer Ernährung und chronischen Erkrankungen können diesen Prozess verstärken. Bis zum 80. Lebensjahr können so rund 30 bis 50 Prozent an Muskelmasse verloren gehen. (Mehr zu den Ursachen und Risikofaktoren von Sarkopenie lesen Sie hier.)

Auswirkungen auf die Lebensqualität

Wird dem altersbedingten Muskelabbau nicht entgegengewirkt, können die Folgen einer Sarkopenie schwerwiegend sein: Betroffene sind auf Dauer häufig weniger mobil, haben ein höheres Risiko für Stürze und Knochenbrüche und sind oft weniger selbstständig als früher. Langfristig kann eine Sarkopenie das Risiko für eine Pflegebedürftigkeit steigern und die Lebensqualität deutlich mindern. Die Zunahme an Bauchfett begünstigt zudem entzündliche Prozesse, durch die das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Demenz oder Parkinson zunimmt.

Zusammenhang mit der Lebenserwartung

Im Vergleich zu gleichaltrigen Menschen ohne altersbedingten Muskelschwund haben ältere Menschen mit Sarkopenie eine niedrigere Lebenserwartung: Studien zeigen, dass eine Sarkopenie mit einem höheren Risiko für Krankenhausaufenthalte und einer höheren Sterblichkeitsrate einhergeht.

Das liegt vor allem daran, dass Menschen mit Sarkopenie im Alter öfter stürzen und sich dabei häufiger verletzen, wobei es nicht selten auch vermehrt zu Komplikationen kommt. Liegt gleichzeitig eine Mangelernährung vor, kann das den Gesundheitszustand zusätzlich beeinträchtigen.

Sarkopenie behandeln

Sarkopenie ist jedoch kein unabwendbares Schicksal: Verschiedene Maßnahmen können den zunehmenden Muskelschwund erheblich beeinflussen. Wird frühzeitig damit begonnen, lässt sich der altersbedingte Muskelabbau zudem bis zu einem gewissen Grad vermeiden.

Wichtig ist dazu vor allem ein regelmäßiges Kraft- und Ausdauertraining, das Muskeln aufbaut und erhält. Darüber hinaus spielt eine ausgewogene Ernährung eine wichtige Rolle, die eiweißreiche Kost und ausreichend Kalorien enthält. Für ältere Menschen ist eine Eiweißzufuhr von 1,0 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag zu empfehlen.

Verwendete Quellen
  • "Sarkopenie". Online-Informationen der Sportärztezeitung: sportaerztezeitung.com (Abrufdatum: 2.4.2025)
Transparenzhinweis
  • Die Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung und dürfen daher nicht zur Selbsttherapie verwendet werden.

Quellen anzeigenSymbolbild nach unten

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