23 Starts geplant Erste Maschine startet am Hauptstadtflughafen BER
Nach der Eröffnung am Samstag ist es am Sonntagmorgen soweit: Die erste Passagiermaschine ist vom BER gestartet. An Bord sind 64 Passagiere. Sie fliegen nach London.
Am neuen Hauptstadtflughafen BER hat es am Sonntag den ersten offiziellen Abflug gegeben. Eine Easyjet-Maschine mit 64 Passagieren und Flugziel London-Gatwick hob am Morgen in Schönefeld ab. Insgesamt standen am Sonntag 23 Starts und Landungen auf dem Flugplan für das neue Terminal, etwa von und nach Zürich, Istanbul und Gran Canaria.
Der neue Flughafen mit dem Beinamen Willy Brandt war am Samstag eröffnet worden. Nach zwei Landungen mit geladenen Gästen am Nachmittag brachten am Abend mehrere Flugzeuge erste Urlauber zu den Gates des Flughafens.
Umzüge im Lauf der Woche
Die Airlines ziehen nach und nach vom Flughafen Tegel und vom alten Schönefelder Terminal zum Neubau um. Neben Easyjet wollten am Sonntag Turkish Airlines und Qatar Airways Passagiere im Terminal 1 begrüßen. Im Laufe der Woche folgen weitere Umzüge. Als letzte zieht die Lufthansa-Gruppe nach Schönefeld um, bevor am 8. November der Flughafen Tegel geschlossen wird.
Zunächst nutzen die Maschinen die Start- und Landebahn des alten Flughafens Schönefeld, die Teil des BER ist. Die neu gebaute Start- und Landebahn Süd geht am Mittwoch in Betrieb. Dann gilt der neue Flughafen im Sinne der Planfestellung als in Betrieb genommen.
Inbetriebnahme war für 2011 geplant
Berlin und Brandenburg haben darauf lange gewartet. Ursprünglich sollte der BER schon 2011 in Betrieb gehen. Der Bau war aber geprägt von Planungsfehlern, technischen Problemen und Baumängeln. Sechs Mal wurde die Eröffnung verschoben. Die Kosten für den Bau und den Schallschutz der Anwohner verdreifachten sich auf Rund sechs Milliarden Euro.
- Nachrichtenagentur dpa