Formel 1 in Japan Quali-Drama in Japan: Verstappen schlägt zurück
Das Qualifying in Suzuka wird über weite Strecken erneut vom britischen Traditionsrennstall McLaren dominiert. Dann aber kontert der Weltmeister – der Lauf wird zum Krimi.
Was für ein Finish beim Qualifying zum Großen Preis von Japan: Weltmeister Max Verstappen hat sich in letzter Sekunde noch die Pole Position zum Rennen am Sonntag (ab 7 Uhr im Liveticker bei t-online) gesichert. Der Red-Bull-Pilot setzte sich mit seiner letzten Quali-Runde an die Spitze vor den großen Rivalen Lando Norris und Oscar Piastri (McLaren), die die Plätze zwei und drei belegten.
Es ist die erste Pole des Niederländers in der aktuellen Saison, an den ersten beiden Rennwochenenden hatten sich noch Norris (in Australien) und Piastri (in Shanghai) sichern können.
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"Wir haben das Beste gegeben für die beste Balance, die letzte Runde war Vollgas. Ich war am Limit, vielleicht ein bisschen drüber sogar", sagte Verstappen. Sein Ingenieur Gianpiero Lambiase funkte: "Das war pure Klasse!"
"Haben wir nicht für möglich gehalten"
Red Bulls Motorsportberater Helmut Marko lobte Verstappen in höchsten Tönen. Das Team habe das Auto an einigen Stellen verändert, und "dann kam der Verstappen-Faktor, er hat eine Runde hingeknallt, die wir nicht für möglich gehalten haben", sagte er bei Sky. Verstappen sei "ein absolutes Phänomen".
Vierter wurde Charles Leclerc (Monaco) im Ferrari, Fünfter George Russell (Großbritannien) vor Kimi Antonelli (Italien) im Mercedes. Rekordweltmeister Lewis Hamilton (Großbritannien/Ferrari) belegte nur Platz acht.
Der Emmericher Nico Hülkenberg musste sich im Sauber mit Platz 16 begnügen, sein brasilianischer Teamkollege Gabriel Bortoleto belegte den 17. Rang. Das Ergebnis sei "keine Überraschung", sagte Hülkenberg bei Sky: "Es ist schwierig, die Harmonie zu finden. Durch den Wind, der im Vergleich zum Vortag um 180 Grad gedreht hat, ist das Auto ein bisschen zickiger und schwieriger zu fahren."
Lokalmatador Yuki Tsunoda fuhr in seinem ersten Qualifying als Red-Bull-Pilot den 15. Startplatz ein. Liam Lawson (Neuseeland), der sein Cockpit bei Red Bull für Tsunoda räumen musste, war bei seinem Comeback für die Racing Bulls als 14. etwas schneller als der Japaner.
Dem unter Druck stehenden Rookie Jack Doohan gelang nicht der erhoffte Befreiungsschlag. Der Australier, der seinen Alpine-Boliden im zweiten Training bei einem heftigen Unfall stark beschädigt hatte, wurde nur 19. und verpasste damit ein gutes Ergebnis, das für seine Zukunft in der Formel 1 wichtig wäre. Es halten sich hartnäckig Gerüchte, dass Alpine den 22-Jährigen zeitnah durch den Argentinier Franco Colapinto ersetzen möchte.
- Mit Material der Nachrichtenagentur SID