Laut Motorsportberater Marko Fahrertausch bei Red Bull verärgerte Weltmeister Verstappen
Neben Max Verstappen bei Red Bull zu fahren, ist eine Herausforderung. Nicht alle Fahrer bestehen diesen Test laut Rennstall – das verärgert den Weltmeister.
Was Fans bereits vermutet hatten, hat Red Bulls Motorsportberater Helmut Marko nun im Interview mit "Formel1.de" bestätigt: Weltmeister Max Verstappen hat der Teamkollegen-Wechsel gestört. Unter der Woche gab Red Bull Racing bekannt, dass Liam Lawason nicht länger in der Königsklasse des Motorsports zum Einsatz kommt und dafür Yuki Tsunoda dessen Platz erhält.
Verstappen markierte auf Instagram einen Post des früheren Fahrers Giedo van der Garde, der 2013 für Caterham in der Formel 1 fuhr, mit "gefällt mir". Der Beitrag kritisierte Red Bull scharf (inwiefern, lesen Sie hier). Marko bestätigte, dass Verstappen mit dem Pilotentausch nicht einverstanden gewesen sei. "Das hat er zum Ausdruck gebracht", so Marko über den Niederländer.
"Yuki Tsunoda wird die Saison zuende fahren"
Verstappen argumentierte dabei unter anderem, dass der Red-Bull-Bolide derzeit besonders schwierig zu fahren sei – eine Herausforderung, die aus seiner Sicht auch Lawson zu spüren bekam. Marko erklärte, dass er Verstappen entgegnet habe, man müsse zwei Autos in den Top 10 haben, um den Titel zu gewinnen.
Tsunoda übernimmt beim Heimrennen in Japan am 6. April erstmals das Steuer des Red Bull. Lawson kehrt zurück zum Schwesterteam Racing Bulls. Solche Rochaden gehören bei Red Bull zur Strategie, ein weiterer Wechsel in diesem Jahr sei laut Marko allerdings nicht geplant. "Yuki Tsunoda wird die Saison zuende fahren", sagte er – ein Rauswurf drohe ihm auch bei schwächeren Leistungen nicht.
Tsunoda habe Aufstieg "erwartet"
Der 24-jährige Tsunoda fährt seit 2021 für das kleinere Red-Bull-Team und hatte sich seit einiger Zeit Hoffnungen auf den Aufstieg gemacht. Marko sagte, Tsunoda habe immer wieder betont, dass er der Richtige für den Platz sei, und die Beförderung entsprechend "erwartet".
Eine ausführliche Vorbereitung auf den RB21 bleibt dem Japaner allerdings verwehrt. Immerhin absolvierte er nach dem Rennen in Shanghai zwei Sitzungen im Simulator, die laut Marko "sehr gut" gewesen seien.
- Mit Material der Nachrichtenagentur SID
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