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Zum journalistischen Leitbild von t-online.Neue Regeln fürs Bauen Frankfurt beschließt Solarpflicht für neue Gebäude

Frankfurts Dächer sollen künftig stärker zur Energiegewinnung beitragen. Die Stadtverordneten haben dafür neue Regeln beschlossen – mit klaren Vorgaben für Bauherren.
In Frankfurt soll Solarenergie auf Dächern von neuen Gebäuden bald zur Pflicht werden. Die Stadtverordnetenversammlung beschloss am Donnerstag (3. April), dass künftig auf vielen Neubauten Solaranlagen installiert werden müssen. Die neue Regel gilt für Wohn- und Geschäftsgebäude – überall dort, wo es technisch und rechtlich möglich sowie sinnvoll ist. Die Mehrheit der Abgeordneten stimmte dem Antrag der Römer-Koalition aus Grüne, SPD, FDP und Volt zu.
Nach dem Beschluss soll bei neuen Bebauungsplänen festgelegt werden, dass mindestens die Hälfte der nutzbaren Dachflächen mit Solartechnik ausgestattet wird. Wo diese Vorgabe nicht direkt im Plan verankert werden kann, soll sie in städtebaulichen Verträgen festgeschrieben werden.
Klarere Regeln auch bei Grundstücken der Stadt
Auch wer ein städtisches Grundstück kauft oder im Erbbaurecht übernimmt, muss künftig mitziehen: Auf den Dächern der neuen Gebäude soll ebenfalls mindestens zur Hälfte Solarstrom erzeugt werden können. Die Regel gilt für neue Bauprojekte ebenso wie für Umbauten auf bestehenden Gebäuden. Ausnahmen sind möglich – müssen aber im Einzelfall erklärt werden.
Die Stadt reagiert damit auf ernüchternde Zahlen: Im Jahr 2024 wurden laut "SolarCheck" nur rund 26 Prozent der neuen Dachflächen in Frankfurt mit Solaranlagen ausgestattet – bundesweit lag der Durchschnitt bei 70 Prozent. Damit steht Frankfurt im Vergleich mit anderen Großstädten ganz unten.
- Stadtverordnetenversammlung am 3. April 2025
- stvv.frankfurt.de: Antrag der Römer-Koalition
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