Meteorologin informiert Pollenalarm in Frankfurt: Allergiker vor starker Belastung gewarnt

Hessens Natur erblüht und belastet Allergiker mit Pollen. Besonders im Raum Frankfurt steigt die Konzentration. Was derzeit blüht.
Es ist Frühling in Hessen. Die Natur erblüht und mit ihr kommen die Pollen. Das sorgt für Probleme bei Allergikern. Im Raum Frankfurt ist die Belastung bereits hoch, wie die Nachrichtenagentur dpa am Tag der Meldung mitteilte.
"Während die Blütezeit von Hasel und Erle schon wieder abklingt, nehmen jetzt besonders Eschen- und Birkenpollen zu", sagt Meteorologin Christina Endler vom Zentrum für Medizin-Meteorologische Forschung des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Im Süden Hessens sei die Pflanzenentwicklung weiter vorangeschritten als im Norden. "Im Frankfurter Raum gibt es schon eine mäßige bis starke Belastung." Auch in Nordhessen beginne die Blüte.
Trockene Tage begünstigen den Pollenflug
In der kommenden Woche erwartet Endler hessenweit eine mittlere bis hohe Belastung durch Eschen- und Birkenpollen. "Bei der Esche befinden wir uns jetzt schon voll in der Hauptblütezeit, bei der Birke beginnt diese gerade", erklärt Matthias Werchan von der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst. Trockene Tage würden den Pollenflug begünstigen.
Der April markiert laut Werchan die intensivste Zeit des Jahres für Allergiker: Zu den Birken- und Eschenpollen kämen dann noch weitere wie Hainbuche, Eiche und Buche hinzu. Dies führe zu einer erhöhten Nachfrage nach Heuschnupfenmitteln, berichtet der Hessische Apothekerverband. "Cortisonhaltige Nasensprays werden bereits wieder nachbestellt", so Pressesprecher Alexander Schopbach.
"Die Phase ohne Pollen ist relativ kurz geworden"
Eine kleine Erleichterung gibt es dennoch: Die Birkenblüte könnte laut Werchan dieses Jahr schwächer ausfallen als im vergangenen Jahr, jedoch seien trotzdem viele Tage mit hoher Belastung zu erwarten. Allergiker sollten sich auf den Websites des PID oder DWD über aktuelle Vorhersagen informieren.
Laut Experten führt der Klimawandel dazu, dass sich die Zeiten mit Pollen zunehmend überschneiden. "Die Phase ohne Pollen ist relativ kurz geworden", so Werchan. Sie erstrecke sich mittlerweile nur noch von Ende Oktober bis Anfang Dezember.
Tipps gegen Heuschnupfen
Tipps zur Reduzierung von Heuschnupfensymptomen geben Meteorologin Endler und der Apothekerverband ebenfalls: Sonnenbrille und Kopfbedeckung draußen tragen, Kleidung im Eingangsbereich wechseln, Wäsche nicht draußen trocknen lassen und vor dem Schlafengehen Haare waschen. Auch Nasen- und Gesichtsduschen sowie ausreichend Wassertrinken können helfen.
Die Symptome von Heuschnupfen unterscheiden sich durch juckende Augen und Schleimhäute von denen einer Erkältung, betont Schopbach. "Es ist wichtig, auch eine solche Allergie zu therapieren, um einen Etagenwechsel zu vermeiden." Bei schweren Symptomen sollte man zum Arzt gehen.
- Mit Material der dpa
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