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Abriss Carolabrücke: Konzept mit geringsten Einschränkungen für Schifffahrt


Wahl aus zwei Konzepten
Darum erhielt Hentschke Bau den Zuschlag für Carolabrücken-Abriss

Von t-online, mgr

04.03.2025 - 17:20 UhrLesedauer: 2 Min.
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Arbeiten an der Carolabrücke (Archivbild): Die Verhandlungen mit der Firma Hentschke Bau sind noch nicht abgeschlossen – die Stadt rechnet allerdings mit Kosten von bis zu 18 Millionen Euro für den Abriss. (Quelle: IMAGO/Sylvio Dittrich)
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Bei der Vergabe des Abrisses der Carolabrücke entschied sich die Stadt für das Konzept von Hentschke Bau. Bei diesem Millionen-Auftrag muss die Bautzner Firma andersherum denken als sonst.

Nachdem der Abriss der Carolabrücke – ganz ohne Ausschreibung – an Hentschke Bau vergeben wurde, gab es Kritik. Aufgrund fehlender Vergleichsangebote wird befürchtet, dass das Unternehmen möglicherweise zu viel kassiert. Dabei war eine europaweite Ausschreibung bereits in Vorbereitung, doch dann entdeckte man weitere Risse in den verbliebenen Brückenteilen. Die Stadt vergab den Auftrag kurzerhand direkt an Hentschke Bau – wegen "Gefahr im Verzug". Nicht einmal der Bauausschuss war in diese Entscheidung eingeweiht.

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Am Dienstag schaffte die Stadt dann Klarheit: Mehrere Firmen hätten Teilkonzepte für den Abriss eingereicht, aber nur zwei davon seien umfassend durchdacht gewesen, sagte Simone Prüfer, Leiterin des Straßen- und Tiefbauamts. Die Wahl fiel auf das Konzept von Hentschke Bau, da es die geringsten Einschränkungen für die Schifffahrt auf der Elbe versprach. Das andere Angebot hätte eine Baustraße im Fluss vorgesehen, was das Wasserschifffahrtsamt ablehnte.

"Wir haben dieses Konzept mit dem Gedanken eingereicht, damit die Stadt eine Grundlage bekommt, wie man diesen Rückbau angehen könnte", sagte Thomas Alscher, Geschäftsführer von Hentschke Bau. Andere Firmen seien mit Ideen in der Deckung geblieben.

Konkrete Erfahrungen mit dem Abriss einer derart großen Brücke hat Hentschke Bau nicht. Das Unternehmen verwies allerdings auf ähnliche Projekte im Neubaubereich, bei denen Brückenteile mit Pontons (schwimmenden Plattformen) zur Baustelle transportiert werden. "Daher sind wir diese Arbeitsweise gewohnt", so Alscher weiter. "Jetzt müssen wir sie nur andersrum denken."

Verwendete Quellen
  • Pressekonferenz der Stadt Dresden am 4. März 2025
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