Zum Frühlingsanfang Wildtiere bekommen Nachwuchs – Hunde anleinen

Die Wildtiere in Aachen erwarten Nachwuchs. Um sie zu schützen, sollen Hundehalter ihre Tiere bis Mitte Juli anleinen – auch im Wald.
Mit dem Frühling erwacht die Natur zu neuem Leben – auch bei Aachens Wildtieren. Viele von ihnen erwarten in den kommenden Wochen Nachwuchs. Um die empfindliche Aufzuchtzeit nicht zu gefährden, ruft die Stadt Aachen Hundehalter dazu auf, ihre Tiere bis Mitte Juli konsequent anzuleinen. Das betrifft insbesondere Wälder, Wiesen und Naturschutzgebiete im Stadtgebiet.
Bereits der Geruch eines Hundes kann dazu führen, dass Elterntiere ihr Gelege oder ihre Jungen verlassen. Während ihrer Abwesenheit drohen die Eier auszukühlen oder die Jungtiere Raubtieren zum Opfer zu fallen.
Freilaufende Hunde in Aachen gefährden vor allem Vogelarten
Laut Paragraf 2 Absatz 1 des Landeshundegesetzes NRW müssen Hunde so geführt werden, dass von ihnen keine Gefahr für Menschen oder Tiere ausgeht. In Park-, Garten- und Grünanlagen herrscht ohnehin Leinenpflicht, mit Ausnahme speziell gekennzeichneter Hundeauslaufbereiche. In allen Aachener Naturschutzgebieten gilt zudem ein generelles Freilaufverbot für Hunde. Darüber hinaus ist es verboten, die ausgewiesenen Wege zu verlassen. Darauf weist die Untere Naturschutzbehörde der Stadt hin.
Besonders sensibel ist die Situation im Aachener Norden. In der dortigen Ackerlandschaft brüten bodenlebende Vogelarten wie Kiebitze, Rebhühner und Feldlerchen. Ihre Bestände seien in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zurückgegangen, so die Stadt. Freilaufende Hunde könnten diesen Trend weiter verschärfen.
Auch Katzenhalter stehen in der Verantwortung. Freilaufende Hauskatzen stellen in der Brutzeit ebenfalls ein Risiko für Gelege dar. Diese sollten in dieser Phase besser zuhause bleiben, betont die Stadtverwaltung.
- Pressemitteilung der Stadt Aachen vom 4. April (per E-Mail)
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