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Kiew: Russland will 150.000 neue Soldaten an die rekrutieren


Druck an der Front wächst
Kiew: Putin plant massive Truppenaufstockung

Von t-online, wan

04.04.2025 - 03:35 UhrLesedauer: 2 Min.
Russische Soldaten in der Ausbildung (Archivbild): Die Ukraine rechnet damit, dass Russland Zehntausende neue Kämpfer in den Krieg schicken wird.Vergrößern des Bildes
Russische Soldaten in der Ausbildung (Archivbild): Die Ukraine rechnet damit, dass Russland Zehntausende neue Kämpfer in den Krieg schicken wird. (Quelle: IMAGO/Dmitry Yagodkin/imago)
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Russland soll nach ukrainischen Informationen mehr Soldaten aktivieren. Das könnte der Ukraine an der Front weitere Probleme bereiten.

Die Ukraine rechnet nach Angaben des Präsidentenbüros damit, dass Russland seine Truppen im Angriffskrieg in diesem Jahr um 150.000 Mann aufstocken wird. "Die Russen haben jetzt keine Probleme, Personal zu rekrutieren", sagte Pawlo Palissa, Vizechef der Kanzlei von Präsident Wolodymyr Selenskyj, in Kiew.

Dies entspreche etwa 15 mechanisierten Infanterie-Divisionen. Zwar könnten diese frischen Kräfte nicht alle gleich zum Einsatz kommen, sagte der Oberst dem Rundfunksender Suspilne. Der Druck der Russen an der Front werde aber rasch zunehmen.

Palissa erläuterte nicht, worauf sich diese Zahlen stützten. Allerdings sind beide Kriegsparteien durch Aufklärung oder Spionage recht gut über die Pläne der jeweils anderen Seite informiert. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte bereits im Februar über weitere russische Rekrutierungen gesprochen.

Putin will 160.000 Männer rekrutieren

Russland benötigt dringend Nachschub an Personal. In einem Bericht der US-Geheimdienste heißt es, dass Russland in der Ukraine eine signifikante Zahl an Soldaten verloren hat und außerdem mit schlecht ausgebildeten Rekruten zu kämpfen hat.

Die "Moskau Times" berichtete am Mittwoch, dass Kremlherrscher Wladimir Putin das Ziel von 160.000 neuen Rekruten ausgegeben habe. In Russland finden zweimal im Jahr Einberufungen statt, wobei Männer im Alter von 18 bis 30 Jahren zum Dienst verpflichtet werden können.

Der Kreml und das Verteidigungsministerium behaupteten allerdings, dass die Wehrpflichtigen nicht in den Kampf geschickt werden und dass die Einberufung nichts mit dem Krieg in der Ukraine zu tun hat. In der Vergangenheit waren aber russische Wehrpflichtige an die Front geschickt worden.

Der britische Militärgeheimdienst berichtete in seiner Analyse vom Donnerstag, dass bis zu 1.000 russische Rekruten zum Beispiel in Kursk eingesetzt worden seien. Nach Berechnungen der britischen Experten habe Russland mehr als 900.000 Soldaten durch Tod, Verletzung, Gefangennahme oder Desertation verloren. "Um dies auszugleichen, werden mit großer Wahrscheinlichkeit Wehrpflichtige unter Druck gesetzt, sich für den aktiven Militärdienst zu melden und damit auch als Nachschub für den Krieg gegen die Ukraine in Frage zu kommen", heißt es in der Analyse.

Ukraine zählt 600.000 feindliche Soldaten

Bisher setzt Moskau nach Angaben Selenskyjs vom Januar etwa 600.000 Mann im Krieg ein, die an der Front im Osten und Süden der Ukraine ein Übergewicht haben. Die ukrainische Armee zählt demnach etwa 880.000 Soldaten.

Nach Monaten des stetigen Vordringens in der Ostukraine ist die russische Offensive zuletzt langsamer geworden. Im März gab es nach Angaben ukrainischer Militärbeobachter die geringsten Geländegewinne seit Juni 2024. Allerdings rechnet das ukrainische Militär für die kommenden Wochen wieder mit russischen Offensiven an vielen Abschnitten der Front.

Verwendete Quellen

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