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Europol: Kriminelle verkaufen gefälschte Corona-Tests an Flughäfen


Europol warnt
Kriminelle verkaufen gefälschte Corona-Tests an Flughäfen

Von afp
02.02.2021Lesedauer: 1 Min.
Einreisesperre nach DeutschlandVergrößern des BildesEinreisesperre nach Deutschland (Quelle: dpa-bilder)

Ohne negatives Corona-Testergebnis kommen Reisende an europäischen Flughäfen derzeit nicht weit. Das nutzen kriminelle Banden aus, indem sie gefälschte Testergebnisse verkaufen.

Europol hat Reisende vor kriminellen Banden gewarnt, die an Flughäfen und im Internet gefälschte Corona-Testbescheinigungen verkaufen. Beamte hätten mehrere Verdächtige festgenommen, die Reisenden in Großbritannien, Frankreich, Spanien und den Niederlanden gefälschte negative Testergebnisse ausgestellt hätten, teilte die europäische Polizeibehörde mit. In einigen Fällen hätten die Betrüger 300 Euro für die Fälschungen verlangt.

"Solange die Reisebeschränkungen wegen der Pandemie in Kraft bleiben, ist es sehr wahrscheinlich, dass Kriminelle die Gelegenheit nutzen, gefälschte Covid-19-Testbescheinigungen zu produzieren und verkaufen", erklärte Europol. Angesichts der "weitverbreiteten technologischen Möglichkeiten" sei es Betrügern möglich, Nachahmungen oder Fälschungen in hoher Qualität zu erstellen.

Europol: Betrüger auch auf Messengerdiensten aktiv

Den Angaben zufolge hatte die französische Polizei im vergangenen Jahr eine Betrügerbande auffliegen lassen, die am Charles-de-Gaulle-Flughafen bei Paris gefälschte Corona-Testbescheinigungen angeboten hatte. Reisende bezahlten demnach zwischen 150 und 300 Euro für die Fälschungen.

Ähnliche Fälle habe es laut Nachrichtendiensten in Großbritannien gegeben, wo die Betrüger 100 Pfund (113 Euro) für ihre Dienstleistung verlangt hätten. Vor zehn Tagen sei ein des Betrugs Verdächtiger am Flughafen von Luton bei London festgenommen worden.

Andernorts setzen die Betrüger laut Europol auf Messengerdienste. So sei in Spanien ein Mann festgenommen worden, der in Chatgruppen gefälschte Testbescheinigungen für 40 Euro angeboten habe. Ähnlich seien Betrüger in den Niederlanden vorgegangen.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur AFP
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