Neue Umfrage Union verliert drei Prozent – AfD legt deutlich zu
Union und SPD stecken mitten in schwierigen Koalitionsverhandlungen. In jüngsten Umfragen müssen CDU und CSU Federn lassen – Zugewinne verzeichnet die AfD.
Mitten in den Koalitionsverhandlungen verliert die Union laut einer Umfrage deutlich an Zustimmung unter den Wahlberechtigten – die AfD legt kräftig zu. Wenn schon am Sonntag wieder Bundestagswahl wäre, kämen CDU und CSU gemeinsam auf 26 Prozent (-3), wie aus dem ARD-"Deutschlandtrend" hervorgeht. Sie fällt damit auf den tiefsten Wert in der Umfragereihe seit Oktober 2022. Die AfD erreicht hingegen mit 24 Prozent (+3) einen Höchststand. Auch eine Forsa-Umfrage hatte die AfD zuletzt nur noch einen Punkt hinter der Union gesehen.
Die SPD verharrt laut ARD-"Deutschlandtrend" bei 16 Prozent, die Grünen liegen bei 11 Prozent (-1). Die Linke steigert sich leicht auf 10 Prozent (+1). Das BSW verliert einen Punkt und rutscht auf 4 Prozent. Auch die FDP bleibt mit 4 Prozent (+1) weiter unter der Fünfprozenthürde. Alle übrigen Parteien kommen zusammen auf 5 Prozent.
Mehrheit glaubt an Zustandekommen von Schwarz-Rot
Mit Blick auf die Koalitionsverhandlungen erwartet eine deutliche Mehrheit der Befragten (79 Prozent) an das Zustandekommen des Bündnisses zwischen Union und SPD, nur 14 Prozent glauben das eher nicht. Gleichzeitig machen sich 20 Prozent sehr große und 53 Prozent große Sorgen darüber, dass die Parteien auf drängende politische Fragen keine gemeinsame Antwort finden; 19 Prozent machen sich darüber wenig und 4 Prozent gar keine Sorgen.
Für die Umfrage befragte das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap im Auftrag des ARD-"Deutschlandtrends" zwischen 31. März und 2. April 1.334 in Deutschland Wahlberechtigte ab 18 Jahren. Die Schwankungsbreite liegt bei 2 bis 3 Prozentpunkten.
Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang.
- Nachrichtenagentur dpa