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Stefan Gelbhaar: RBB weist Forderungen von Grünen-Politiker zurück


Falsche Berichterstattung
RBB weist Forderungen von Grünen-Politiker Gelbhaar zurück

Von dpa
Aktualisiert am 28.02.2025 - 13:11 UhrLesedauer: 2 Min.
Grünen-Bundestagsmitglied Stefan GelbhaarVergrößern des Bildes
Stefan Gelbhaar: Wegen der fehlerhaften Berichterstattung des RBB fordert der Grünen-Politiker Schadensersatz von dem Sender. (Archivbild) (Quelle: Julian Weber/dpa/dpa-bilder)
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Wegen erfundener Vorwürfe verlor Stefan Gelbhaar die Chance auf eine Wiederwahl in den Bundestag. Jetzt verlangt der Grünen-Politiker viel Geld vom RBB.

Der ARD-Sender RBB sieht sich nach eigenen Angaben Schadensersatzforderungen in Millionenhöhe nach fehlerhaften Berichten über einen Grünen-Politiker ausgesetzt. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) teilte mit, dass er die Forderung für unangemessen halte.

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Eine Anfrage der Deutschen Presse-Agentur blieb bei dem Noch-Bundestagsabgeordneten Stefan Gelbhaar (Grüne) seit Mittwochabend unbeantwortet. Das Portal "Business Insider" hatte zuerst über Forderungen berichtet.

Stefan Gelbhaar fordert 1,7 Millionen Euro vom RBB

Der RBB teilte nun mit, dass in einem Schreiben des Anwalts von Gelbhaar Ansprüche auf Geldentschädigung und Schadensersatz erhoben werden. "Sie belaufen sich auf insgesamt 1,7 Mio. Euro, davon 1,2 Mio. Euro Schadensersatz, weil Stefan Gelbhaar Einnahmen entgingen, die er bei einem Wiedereinzug in den Bundestag in den kommenden Jahren erzielt hätte", hieß es weiter.

Gelbhaar kann nicht in den neuen Bundestag wiedereinziehen, weil er im Januar als Direktkandidat des Wahlkreises Berlin-Pankow ausgewechselt worden war und auch nicht auf der Landesliste seiner Partei stand. Er hatte seine Listenplatzkandidatur mit Verweis auf Vorwürfe gegen ihn Mitte Dezember zurückgezogen. Damals wurde zunächst nichts Näheres zu den Vorwürfen bekannt. Später folgten Medienberichte.

Fall Stefan Gelbhaar: RBB machte gravierende Fehler

Im Januar hatte der öffentlich-rechtliche ARD-Sender Teile seiner Berichte über Belästigungsvorwürfe gegen den Bundestagsabgeordneten zurückgezogen. Im Kern kamen Zweifel an der Identität einer der Frauen auf, die dem Sender die Vorwürfe versicherten – die Identität soll gar nicht existieren.

Es stellte sich heraus, dass der Sender die Person nie getroffen hatte. Über die Zweifel hatte vor der Zurückziehung der RBB-Berichte der "Tagesspiegel" berichtet. Der RBB hatte dann Fehler eingeräumt. Ein Expertenteam soll aufklären, wie es zu den Fehlern kommen konnte. Ein Abschlussbericht liegt noch nicht vor.

Der RBB argumentierte nun zu den Forderungen, Gelbhaar habe zum Zeitpunkt der monierten Berichterstattung bereits auf den Landeslistenplatz verzichtet. "Auch die Entscheidung, dass die Wahl des Direktkandidaten der Grünen für den Wahlkreis Pankow erneut erfolgt, fiel zeitlich vor die in die Kritik geratene Berichterstattung des rbb am 31.12."

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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