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US-Botschafter Richard Grenell bekommt Rückendeckung aus den USA


Umstrittener US-Botschafter
Richard Grenell bekommt Rückendeckung aus den USA

Von afp
Aktualisiert am 07.06.2018Lesedauer: 2 Min.
Richard Grenell: Der neue US-Botschafter in Deutschland sorgte mit seinen Äußerungen für Unmut.Vergrößern des Bildes
Richard Grenell: Der neue US-Botschafter in Deutschland sorgte mit seinen Äußerungen für Unmut. (Quelle: Chris Emil Janßen/imago-images-bilder)
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Kaum in Deutschland, schon umstritten: Richard Grenell will konservative Kräfte in Europa stärken. Das US-Außenministerium verteidigt den Diplomaten, während dieser nun Angela Merkel lobt.

Der neue US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, hat nach seinen umstrittenen Äußerungen Unterstützung aus Washington bekommen. "Botschafter haben ein Recht, ihre Meinung zu äußern", sagte die US-Außenministeriumssprecherin Heather Nauert am Dienstag in Washington.

Amerikanische Botschafter seien "Vertreter des Weißen Hauses", betonte Nauert weiterhin auf die Frage, ob Grenell die Meinung von Präsident Donald Trump wiedergegeben habe. Sie hätten aber das Recht auf eine freie Meinungsäußerung. "Manchmal sind es Ansichten, die die Leute vielleicht mögen oder nicht mögen."

Einmischung in innere Angelegenheiten?

Ein Interview mit der rechten Plattform "Breitbart" war so verstanden worden, dass sich Grenell für Bewegungen und Personen einsetzt, die den Kurs von US-Präsident Donald Trump teilen. Die für einen Diplomaten höchst ungewöhnlichen Äußerungen sorgten für scharfe Kritik in Deutschland. Mehrere Politiker warfen Grenell eine Einmischung in innere Angelegenheiten vor.

Richard Grenell bemüht sich mittlerweile um Entspannung. Er habe sich unglücklich über die Reaktionen gezeigt, die sein Interview ausgelöst habe, verlautete am Mittwoch nach einem Treffen Grenells mit dem Staatssekretär im Auswärtigen Amt, Andres Michaelis, aus deutschen Regierungskreisen. Er wolle "nicht als Parteigänger rechtsgerichteter Kräfte in Deutschland wahrgenommen werden". Der Diplomat wolle auch atmosphärisch dafür sorgen, dass "eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den deutschen Partnern" möglich werde.

"Nicht Prunk oder Glamour"

Darüber hinaus beteuerte Grenell in einem Interview mit dem Magazin "Bunte", Deutschland und die USA würden "im selben Team" spielen. "Wir glauben an Demokratie und Menschenrechte. Auch wenn wir mal nicht übereinstimmen, sind wir uns im Grunde sehr nah". Zugleich lobte der US-Botschafter Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in der am Donnerstag erscheinenden neuesten "Bunte"-Ausgabe für ihre "Ernsthaftigkeit und ihre Herangehensweise an politische Dinge". Merkel erwarte "Resultate und nicht Prunk oder Glamour".

Verwendete Quellen
  • AFP, dpa
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